19.05.2016 10:00 Uhr - DHB-Pokal - Markus Hausdorf, HBF

Svenja Huber: "Der Erfolgshunger ist noch nicht gestillt!"

Svenja Huber möchte sich mit dem Double vom Thüringer HC verabschieden. Bald gibt die Linkshänderin auch ihr Comeback unter Michael Biegler in der NationalmannschaftSvenja Huber möchte sich mit dem Double vom Thüringer HC verabschieden. Bald gibt die Linkshänderin auch ihr Comeback unter Michael Biegler in der Nationalmannschaft
Quelle: Heinz Zaunbrecher
Am vergangenen Samstag feierte Svenja Huber ihre dritte Deutsche Meisterschaft mit dem Thüringer HC. Ab Freitag kämpft die Rechtsaußen, die zur neuen Saison zu Borussia Dortmund wechselt, mit ihrem Klub um einen weiteren Titel und trifft beim Final Four um den DHB-Pokal in der Leipziger Arena im Halbfinale auf Gastgeber HC Leipzig. Beide Mannschaften standen sich bereits am vergangenen Samstag im Kampf um die Deutsche Meisterschaft gegenüber. Doch Svenja Huber möchte sich mit dem THC am Liebsten das Double sichern.

Für Svenja Huber läuft es im Moment. In der vergangenen Woche gab Bundestrainer Michael Biegler sein Aufgebot für die erste Maßnahme der Frauen-Nationalmannschaft unter seiner Leitung bekannt. Svenja Huber, die im November vergangenen Jahres noch ihren Rücktritt erklärte hatte, zählt nun wieder zum 26-köpfigen Aufgebot und kehrt somit in die DHB-Auswahl zurück.

„Ich freue mich, dass ich wieder dabei bin“, sagte Svenja Huber. „Bundestrainer Biegler hat mit mir das persönliche Gespräch gesucht und mir gezeigt, dass er mich unbedingt dabei haben möchte. Darüber habe ich mich natürlich riesig gefreut und deshalb kehre ich nun auch in die Nationalmannschaft zurück.“

Auch den von Biegler eingeschlagenen Weg, junge Spielerinnen in das Team zu integrieren, findet Huber gut. In Deutschland habe man schließlich die Qual der Wahl und eine Spielerin wie Emily Bölk spiele beim Buxtehuder SV mit ihren 18 Jahren schon jetzt eine tragende Rolle. Durch die Neuausrichtung beim DHB kann Svenja Huber nun auch wieder von der Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2017 im eigenen Land träumen.

Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft am Samstag kämpft Svenja Huber gemeinsam mit dem Thüringer HC am Freitag und Samstag in der Leipziger Arena um den DHB-Pokal. „Auch wenn wir am Samstag bereits gegen Leipzig gewonnen haben, denke ich, dass die Chancen am Freitag 50:50 sind, wer ins Finale einzieht“, sagt die Rechtsaußen.

„Leipzig hat sicherlich nicht die beste Leistung abgerufen, zudem spielt der HC Leipzig vor heimischem Publikum und bei einem solchen Event ist alles möglich. Aber klar ist, dass unser Erfolgshunger noch nicht gestillt ist. Im Gegenteil: Wir haben am Samstag gemerkt, wie schön es ist, wenn man eine Medaille umgehängt bekommt. Jetzt würden wir auch gerne das Double gewinnen.“

Für Svenja Huber ist klar: Die Spiele in der Leipziger Arena werden auch die letzten Begegnungen sein, in denen sie sich das Trikot des Thüringer HC überziehen wird. „Deshalb wünsche ich mir, dass ich dieses Trikot noch 120 Minuten tragen werden und wir das Finale erreichen“, sagt die Linkshänderin. Dass sie im Endspiel auf ihren künftigen Arbeitgeber, Borussia Dortmund, treffen könnte, blendet die Nationalspielerin aus. „Dafür sind im Moment einfach zu viele Emotionen bei mir dabei, Dortmund steht erst ab Sommer im Fokus.“

Einen schöneren Abschied als bei einem Event wie dem Final Four kann es für eine Spielerin wie Svenja Huber nicht geben. Im Dezember 2013 wechselte die gebürtige Mannheimerin von den Vulkan Ladies Koblenz/Weibern zum Thüringer HC. „Dass von allen vier teilnehmenden Vereinen Fans in der Arena Leipzig sind, macht das Final Four zu etwas Besonderem. Zudem werden sicherlich wieder viele Zuschauer an den beiden Tagen dabei sein. Das ist auf jeden Fall ein Highlight für alle Spielerinnen“, sagt Huber.