24.04.2016 18:08 Uhr - 1. Bundesliga - dpa, PM Füchse

Spreefüxxe gewinnen Heimspiel gegen Göppingen

Trainer Lars Melzer: "Mental ist das Team intakt."Trainer Lars Melzer: "Mental ist das Team intakt."
Quelle: Heinz J. Zaunbrecher
Die Spreefüxxe können noch siegen, trotz akuter Personalnot. Am 23. Bundesliga-Spieltag gewannen die Berlinerinnen ihr Heimspiel gegen den Liga-Zwölften Frisch Auf Göppingen mit 29:27 (14:14) und behaupteten den 10. Tabellenplatz. Das Team aus der Hauptstadt, das zuvor drei Spiele in Serie verlor, hatte vor drei Wochen seinen Rückzug aus der 1. und 2. Spielklasse erklärt. Die Spreefüxxe werden den Spielbetrieb in der 3. Liga fortsetzen.

Das Spiel begann rasant und beide Teams versuchten das Tempo hochzuhalten. Zunächst konnte sich keine Mannschaft absetzen und so stand es nach 20 Minuten 10:10. Danach hatten die Göppingerinnen, die zuletzt Meister Thüringer HC geschlagen hatten, einen kleinen Lauf und Trainer Lars Melzer nahm nach 26 Spielminuten die Auszeit. Es folgte eine Zeitstrafe gegen Göppingen, die die an diesem Tag erfolgreichsten Berliner Werferinnen, Tine Beier und Daniela Gustin, zum Anschluss ausnutzten. Mit 14:14 ging es kurze Zeit später in die Halbzeitpause.

Den besseren Start in Hälfte zwei erwischten die Hausherrinnen. Die Abwehr stand nun deutlich besser und Juliane Hedermann wurde zunehmend sicherer. Drei Gustin-Tore in Folge brachten die Spreefüxxe mit 17:14 in Front und Alexandra Sviridenko erhöhte kurz danach noch mit dem 18. Berliner Treffer. Diesen Vorsprung ließen sich die Berlinerinnen nicht mehr nehmen. Göppingen mühte sich zwar, doch die Entschlossenheit war den Spreefüxxen heute anzusehen. Konzentriert spielten sie die Partie herunter, erhöhten zwischenzeitlich auf sechs Treffer. Göppingen machte Druck, doch die Spreefüxxe hielten Stand. Den letzten Wurf von Linksaußen konnte die eingewechselte Indra Genning parieren und hielt den achten Saisonsieg für die Spreefüxxe bis zur Schlusssirene fest.

"Auf Seiten der Berlinerinnen war der Sieg eine Belohnung für die Moral der Mannschaft. Nach den Rückschlägen der letzten Wochen, hat sich das Team den Erfolg eindeutig verdient. Nun heißt es nach vorne schauen. In den kommenden beiden Wochen warten mit den Auswärtspartien in Thüringen und Metzingen die zwei härtesten Brocken der Liga", so der Berliner Pressedienst. Trainer Lars Melzer fügte an: "Basis war unsere gute Abwehr, in den Spielen zuvor die große Schwachstelle. Mental ist das Team, das kann ich nur immer wiederholen, intakt."