16.04.2016 20:59 Uhr - 2. Bundesliga - fcb

Trier schöpft in Nürtingen Hoffnung, TGN verpasst vorzeitigen Kassenerhalt

TGN-Spielmacherin Verena Breidert (mi.)TGN-Spielmacherin Verena Breidert (mi.)
Quelle: Tobias Baur
Die 32:40-Niederlage des Tabellenletzten SG 09 Kirchhof bei der SV Union Halle-Neustadt am früheren Abend beeinflusste das Spiel in Nürtingen: Aufgrund der Ereignisse um die Lizenzierung konnte Trier einen Riesenschritt machen und sich vier Punkte von Kirchhof absetzen. Entsprechend heiß warteten die Miezen in Nürtingen auf. Die TGN unterlag mit 20:25 (10:13) und haderten dabei vor allem mit der Wurfausbeute gegen Jessica Kockler, die 19 Mal parierte. Für Nürtingen ist das Thema Abstieg indessen, bei acht Zählern und fast 100 Toren Vorsprung vor Kirchhof, auch nur noch ein theoretisches. Allerdings verpasste die Eidt-Sieben den vorzeitigen Sprung ans sichere Ufer.

Die Trierer Miezen starteten kämpferischer als die TG Nürtingen, die nach der Niederlage der SG 09 Kirchhof fast schon in sicheren Gewässern ist. Jessica Kockler parierte hinter einer soliden Deckung die ersten vier Würfe der TGN-Angreiferinnen, die sich zudem mehrere Abspielfehler leisteten. Erst nach einem technischen Fehler von Tina Welter, die beim Wurf zum möglichen 0:4 im Kreis stand, gelang Benitta Quattländer über die erste Welle der erste Treffer für die TG Nürtingen.

Trier war unter der Regie von Zivile Jurgutyte obenauf. Nach dem ersten Torerfolg spielte Nürtingen jedoch ebenfalls engagierter und konnte kleine Fehler und riskante Aktionen der Gäste zu Torwürfen nutzen. Die TG Nürtingen verpasste es jedoch aufzuschließen. Nach elf Minuten legte Stefan Eidt die Auszeit. Seine Schützlinge agierten in vielen Situationen weiterhin nicht mutig und souverän genug, um die Miezen, die ihre Chance offenbar beim Schopf packen wollten, vor Probleme zu stellen.

Trier traf kurz darauf zum 2:6. Doch Nürtingen korrigierte die Abwehr und wirkte dadurch etwas sicherer. TGN-Torhüterin Ronja Grabowski verhinderte anschließend mit ihren Paraden drei und vier, dass sich die Gäste weiter absetzen konnten. Im Angriff zog Verena Breidert das Spiel an sich und führte die Gastgeberinnen mit vier Treffern in Serie nach 20 Minuten zum 7:9. Lisa Wieder gelang der Anschlusstreffer. Nürtingen hatte nach dem schlaffen Beginn den Kampf angenommen.

Trier benötigte beim Stand von 8:10 eine Auszeit, hatte nach mehreren Ballverlusten diesmal das Spielgerät glücklich in den eigenen Reihen gehalten. Trier gelang mit Treffern von Lucia Weibelova, Andrea Czanik und dem Gegenstoß von Tina Welter zum 10:13 der ersehnte Befreiungsschlag. Drei Minuten vor der Pause waren die Miezen wieder auf Kurs, da sie konsequent gegen Verena Breidert agierten. Jessica Kockler hielt diesen Spielstand bis zur Pause mit insgesamt neun Paraden fest.

Jessica Kockler konnte nach Wiederanpfiff an ihrer starke Leistung anknüpfen und parierte unter anderem einen Strafwurf. Lindsey Houbens 10:15-Treffer nach 34 Minuten schien daher schon die Vorentscheidung zu bringen. Nürtingen traf in den ersten elf Minuten nach dem Wechsel nicht aus dem Feld und vergab in dieser Phase darüber hinaus einen von drei Strafwürfen. Zäh wogte das Spiel hin und her. Nach dem 12:19 (42.) entschied sich TGN-Trainer Stefan Eidt zu einer Auszeit.

Christine Hesen rückte für Ronja Grabowski zwischen die Pfosten. Kurzzeitig verschafften Treffer von Breidert und Cleve den Gastgeberinnen Linderung, doch Trier ließ den Ball laufen und mit den Torerfolgen von Joline Müller und Zivile Jurgutyte zum 14:21 keinen Zweifel aufkommen. In der Schlussphase rückte die TGN zwar nochmals heran, die Paraden 18 und 19 von Jessica Kockler und der 18:23-Treffer von Zivile Jurgutyte brachten aber nach 57 Minuten die Spielentscheidung.