05.04.2016 11:35 Uhr - 2. Bundesliga - PM Mainz, red

Mainz verpflichtet österreichische Linkshänderin

Romana Grausenburger Romana Grausenburger
Quelle: ÖHB/Walter Zaponig
Die „Meenzer Dynamites“ können in ihrer Kaderplanung den nächsten Erfolg verbuchen. Von der HSG Bensheim-Auerbach kommt die österreichische Nationalspielerin Romana Grausenburger, die jetzt beim dritten Versuch „angebissen“ hat.

Nachdem sie seit Beginn ihrer Karriere bei MGA Handball Wien, Hypo Niederösterreich, HSG Bensheim-Auerbach, Bad Wildungen Vipers und zuletzt wieder bei der HSG Bensheim-Auerbach erfolgreich gespielt hat, wechselt sie nun in das Nest der Meenzer-Dynamite-Familie. „Nach intensiven Gesprächen bin ich froh, dass wir Romana dieses Mal vom „Dynamites-Paket“ überzeugen konnten“, berichtet Manager Karl-Heinz Elsäßer, der die 1,75 m große Romana als „eine selbstbewusste Spielerin, die uns aktuell und in der Zukunft einen weiteren Qualitätssprung bringen wird“ bezeichnet.

„Romana hat mich mit ihrer Art vom ersten Gespräch an überzeugt. Sie ist offen und ehrlich und hat klare Vorstellungen. Das hat mir sehr imponiert“, so Trainer Thomas Zeitz zum Vertragsschluss mit Romana Grausenburger: „Wir haben jetzt vier starke Linkshänderinnen im Kader, die alle auf mindestens zwei Positionen spielen können. Die Zusage von Romana ist deshalb nicht nur eine weitere Qualitätssteigerung des Kaders, sondern verleiht uns auch eine Vielzahl an Optionen in Angriff und Abwehr.“

Die 26-jährige Grafikdesignerin hat in ihre Vitae bereits einige Erfahrungen und Erfolge. Zum Aufstieg der Bad Wildungen Vipers 2013/14 in die 1. Bundesliga leistete sie sowohl im Rückraum als auch auf ihrer Lieblingsposition Rechtsaußen einen wichtigen Beitrag. Daneben kann sie 70 Länderspiele vorweisen, war schon in der Jugend regelmäßig mit der Juniorinnen-Nationalmannschaft unterwegs und 2007 sogar auf der EM. 2009 belegte sie mit Österreichs Nationalteam den 10. Platz bei der WM in China, nahm 2008/09 am Europapokal der Pokalsieger (mit MGA Wien) teil und schaffte es 2011/12 mit den „Flames“ ins DHB-Pokal Final Four.

Warum jetzt also Mainz 05? „Mainz hat durch den neuen Trainer eine gute Struktur und ein Projekt, das sich sehr interessant anhört. Gerade der Mix aus den erfahrenen Spielerinnen und den jungen Talenten ist sehr vielversprechend. Aber die Mannschaft war bereits in den letzten Jahren immer ein gutes Team.“ Am Wichtigsten ist es ihr aber die Vorfreude darauf “mit der Truppe viel Spaß zu haben und wieder mit alten "Bekannten" zusammen zu spielen.“

Da die junge Österreicherin im Juni diesen Jahres in Wien heiraten wird, ihren aktuellen Wohnort in Bensheim aber beibehält, spielte das Thema Wohnortnähe den Mainzer Verantwortlichen sicher auch in die Karten.

Mit ihren Stärken in Fitness, Schnelligkeit sowie Wurfvariabilität wird sie die rechte Seite mit Sicherheit noch unberechenbarer machen. So sieht das auch Coach Thomas Zeitz: „Sportlich steht Romanas Qualität außer Frage. Sie wird ohne Zweifel eine Verstärkung für die kommende Saison sein. Romana kann im Angriff auf beiden rechten Positionen spielen, sie kann in der Abwehr in verschiedenen Systemen auf unterschiedlichen Positionen verteidigen. Außerdem hat sie bei ihren vorherigen Vereinen, genau wie bei der Nationalmannschaft Österreichs, schon viele Erfahrungen auf hohem Niveau sammeln können und ihr Können überall wiederholt konstant unter Beweis gestellt.“

Romana selber möchte auf jeder Position wo sie gebraucht wird alles geben, um dem Team zu helfen. „Wenn ich auf dem Spielfeld stehe, unabhängig auf welcher Position, möchte ich mit viel Selbstvertrauen auftreten, meine Torchancen nutzen und in der Abwehr für Sicherheit sorgen.“ Die obligatorische Frage nach dem persönlichen Optimierungsziel von Schwächen beantwortet sie schmunzelnd: „ich bin manchmal ein Spekulatius-Keks! Da ich sehr lern- und experimentierfreudig bin, spekuliere ich öfters auf den Ball. Manchmal fahre ich daneben, doch einige Bälle und Stoppfouls gelingen dann doch.“