28.03.2016 08:02 Uhr - Jugend/Juniorinnen - Markus Hausdorf

Bayer Leverkusen zieht nach überzeugender zweiter Halbzeit ins Final Four ein

Kim Braun und die Juniorelfen haben es geschafft: Nachdem 25:15-Erfolg über Oldenburg kannte der Jubel keine Grenzen mehr, der Meister der vergangenen drei Jahre, steht erneut im Final FourKim Braun und die Juniorelfen haben es geschafft: Nachdem 25:15-Erfolg über Oldenburg kannte der Jubel keine Grenzen mehr, der Meister der vergangenen drei Jahre, steht erneut im Final Four
Quelle: Marco Schultz
Die weibliche A-Jugend des TSV Bayer Leverkusen zieht zum vierten Mal in Folge ins Final Four um die Deutsche Meisterschaft ein. Die Mannschaft von Kerstin Reckenthäler hatte aber mit dem VfL Oldenburg eine harte Nuss zu knacken, zeigte aber im zweiten Durchgang eine tolle Leistung und gewann das Viertelfinalrückspiel am Ende hochverdient mit 25:15 (9:7). Während bei den Leverkusenerinnen Mia Zschocke mit sechs Treffern beste Werferin war, traf beim VfL Oldenburg Kreisläuferin Ann-Kristin Roller viermal.

„Es ist einfach nur geil, dass wir das Final Four erneut erreicht haben“, freute sich Anna-Maria Spielvogel nach dem Erfolg über den VfL Oldenburg im Viertelfinale. Die 18-Jährige ist die einzige Spielerin der Juniorelfen, die Ende Mai zum vierten Mal Deutsche A-Jugend-Meisterin werden kann.

Allerdings musste der TSV Bayer Leverkusen vor allem im ersten Durchgang einiges tun, um den Einzug ins diesjährige Final Four unter Dach und Fach zu bringen. Die rund 400 Zuschauer in der Smidt-Arena sahen von Beginn an eine Partie, in der man beiden Mannschaften anmerkte, um was in dieser Begegnung ging. Die Nervosität der Spielerinnen führte zu vielen technischen Fehlern. So erzielten die Gäste aus Oldenburg, die das Hinspiel vor heimische Kulisse mit 22:24 verloren, den ersten Treffer in der 3. Minute durch Lena Thomas. Beim Spielstand von 3:3 gelangen dem Außenseiter zwei Treffer in Folge. Der VfL ging durch Treffer von Griet Prante und erneut Lena Thomas mit 5:3 in Führung. Zu diesem Zeitpunkt waren vierzehn Minuten gespielt. Sophia Michailidis konnte im Gegenzug auf 4:5 verkürzen. Auf beiden Seiten folgte nun erneut eine Phase, in der wenig passierte. So wurden beste Chancen ausgelassen, wie der übers Tor geworfene Siebenmeter von Kim Schilling in der 20. Minute.

Anna-Maria Spielvogel kam eine Minute später ins Spiel und sorgte für mächtig Alarm. Die eigentlich schon gut stehende Leverkusener Deckung packte nun noch mehr zu. Kim Braun konnte in der 22. Minute ausgleichen, Anna Spielvogel kassierte wenig später ihre erste von insgesamt zwei Zeitstrafen in Halbzeit eins. Auch Oldenburg kassierte nun eine Zeitstrafe für Lisa-Marie Fragge. Beim Spiel fünf gegen fünf war viel Platz für beide Mannschaften. Diesen nutzte Luisa Knippert zur ersten Führung für den TSV Bayer Leverkusen. 6:5 führten die Juniorelfen nun, gespielt waren 24 Minuten. In der Schlussphase drehten die Gastgeberinnen noch einmal auf, spielten ihre Cleverness aus und gingen mit einer 9:7-Führung in die Halbzeitpause.

„Wir haben einfach unglaublich nervös begonnen“, sagte die sechsfache Torschützin Mia Zschocke nach dem Spiel. „Gott sei Dank haben wir diese im zweiten Durchgang ablegen können. So war es dann auch. Es lief nun bei den Juniorelfen. Nach einem 2:0-Lauf vor der Pause gab es in den ersten acht Minuten der zweiten Halbzeit einen weiteren 6:0-Lauf für die Gastgeberinnen. Mia Zschocke eröffnete den Torreigen mit einem Schlagwurf, Kim Braun konnte sich auf der halblinken Seite mehrfach durchtanken. So führte der TSV in der 38. Minute bereits mit 15:7. Die Partie war zu diesem Zeitpunkt schon entschieden, zu dominant war die Reckenthäler-Truppe.

In der letzten Viertelstunde wechselten sowohl Oldenburgs Coach Andreas Lampe als auch Leverkusens Kerstin Reckenthäler beliebig durch. Am Ende gewann der TSV Bayer Leverkusen die Partie hochverdient mit 25:15 (9:7). „Das war ein eharte Prüfung, die wir auf dem Weg ins Final Four ablegen mussten“, sagte Kerstin Reckenthäler, Trainer der Juniorelfen. „Wir haben zwar gut in der Deckung gestanden, aber Oldenburg auch. Zudem hat man gemerkt, dass beide Teams unglaublich nervös waren. Nun freuen wir uns einfach darüber, dass wir das Final Four erreicht haben.“

Der TSV Bayer Leverkusen, der in den vergangenen drei Jahren die Deutsche Meisterschaft bei der weiblichen A-Jugend gewinnen konnte, steht als erster Teilnehmer am diesjährigen Final Four. Dieses wird am 28. und 29. Mai ausgetragen. Der Austragungsort steht derzeit noch nicht fest. Aber der dreifache Meister hat sich für die Austragung der Endrunde beworben und macht sich Hoffnungen, den Zuschlag zu erhalten.