10.03.2016 12:32 Uhr - 3. Liga Ost - PM FHC, red

Frankfurt holt zwei wichtige Punkte

Mit einer starken Leistung haben sich die Handball-Frauen des Frankfurter HC am Mittwochabend zwei ganz wichtige Punkte in der spannenden dritten Liga Ost gesichert. Die Oderstädterinnen kompensierten mit großem Engagement mehrere Ausfälle und besiegten den Berliner TSC in einer umkämpften Auseinandersetzung 20:18 (10:9). Durch den sechsten Saisonerfolg verbesserten sich die Frankfurterinnen auf Rang sieben.

Mehrere grippe- und verletzungsbedingte Ausfälle waren nicht die besten Voraussetzungen für eine optimale Spielvorbereitung des FHC. Doch mit dem nahezu letzten Aufgebot bewiesen die Frankfurterinnen Moral und kämpften gegen den TSC um jeden Ball. Allen voran Kreisspielerin Kathi Müller, die im Zurücklaufen zwei Konterpässe der Berlinerinnen abfing. Im Angriff war es zunächst Michéle Dürrwald, die mit vier erzielten Treffern an der 6:3-Führung der Gastgeberinnen nach 13 Minuten beteiligt war.

Viele Fehlwürfe auf beiden Seiten waren die Ursachen einer torarmen Begegnung. Dennoch erhöhten Lisa Kelm und Marie Zierke auf 8:4 für den FHC, ehe die Berlinerinnen nach einem Drei-Tore-Lauf wieder verkürzten (8:7/22.). Nach dem 9:8 zauberte Trainer Dietmar Schmidt fünf Minuten vor der Pause eine ganz neue Angriffs-Variante aus dem Hut und ließ die erst 17-jährige, eigentliche Rechtsaußen Beatrice Zacharias auf der mittleren Rückraumposition spielen. Und die Umstellung zeigte Wirkung. Mit Tempo kurbelte die 1,60 Meter große Flügelflitzerin nun das FHC-Spiel an und besorgte selbst mit einer sehenswerten 1:1-Situation das 10:8 für ihr Team (27.).

Nach dem Wechsel wogte die ausgeglichene, aber teils zerfahrene Partie hin und her. Der FHC stand gut in der Abwehr, ließ vorn aber zahlreiche Chancen ungenutzt. Bis zum 14:14 (50.) konnte sich keine Mannschaft absetzen. Erst zwei Müller-Tore vom Kreis zum 16:14 verschafften den Gastgeberinnen wieder einen Vorsprung. Als Torhüterin Yania Silva Alfonso einen Strafwurf der ehemaligen Frankfurterin Anja Scheidemann parierte und auf der Gegenseite Sabrina Genilke vom Siebenmeterpunkt zum 18:15 für die Oderstädterinnen traf (55.), schien eine Vorentscheidung gefallen. Doch die Berlinerinnen kämpften sich noch einmal heran (19:18/58.) und hatten in der letzten Spielminute Pech, dass die von TSC-Trainer Carlo Gregarek eingewechselte siebente Feldspielerin einen Wechselfehler beging. Die Folgen waren 15 Sekunden vor dem Ende eine Zeitstrafe gegen die Gäste und Ballbesitz für den FHC. Mit der Schlusssirene erzielte schließlich Kathi Müller das erlösende 20:18 für die Frankfurterinnen.

Dietmar Schmidt war nach dem Spiel sichtlich erleichtert. "Unter diesen Umständen war das eine Top-Leistung der Mannschaft mit einem Top-Ergebnis. Gerade unter der besonderen nervlichen Anspannung, dieses Spiel auf keinen Fall verlieren zu dürfen, haben wir hervorragend gespielt. Mit dem Sieg haben wir unsere Chance gewahrt, die Klasse zu halten." Auch Kathi Müller freute sich über den Erfolg. "Wir haben gekämpft und die Ausfälle kompensieren können. Auf diese Leistung können wir stolz sein. Diese beiden Punkte haben wir jetzt sicher und sie waren enorm wichtig."