04.02.2016 19:07 Uhr - 1. Bundesliga - PM VfL, red

Oldenburg siegt zum Rückrundenauftakt: Geschke und Renner gegen obenauf

Angie Geschke,Angie Geschke,
Quelle: Hermann Jack
"Nicht alles war perfekt, aber es hat viel funktioniert", so VfL-Trainer Leszek Krowicki. Am Ende war es am ersten Spieltag der Rückrunde in der Handball-Bundesliga der Frauen ein deutliches 31:23 (14:13) des VfL Oldenburg gegen Frisch Auf Göppingen. Vor nur 450 Zuschauern in der kleinen EWE-Arena in Oldenburg trafen die Gastgeber als Tabellenvierter auf den Drittletzten. Die Gäste waren jedoch nicht den weiten Weg aus Schwaben an die Hunte gekommen, um als Punktelieferant herzuhalten. Unter den Augen von Bundestrainer Jakob Vestergaard und der Co-Trainerin der niederländischen Frauen-Nationalmannschaft, Debbie Klijn, lieferten sie den Oldenburgerinnen ein von Tempo und gesunder Härte geprägtes Duell.

VfL-Trainer Leszek Krowicki hatte im Vorfeld des Spiels betont, dass er sich mit seiner Mannschaft auf konkrete Abläufe und Stärken der Göppinger vorbereitet hatte und das war deutlich erkennbar. Viel konzentrierter und geordneter als am Sonntag gegen den SVG Celle gingen Angie Geschke und ihre Mitspielerinnen zu Werke. Einmal mehr wurde die Mannschaftsführerin zur ausschlaggebenden Akteurin auf dem Feld und machte mit zwölf Toren den Unterschied.

"Wir konnten lange mithalten, waren gut drauf, hatten sogar die Chance, in Führung zu gehen, jedoch hat Angie Geschke uns in der entscheidenden Phase kaputtgemacht. Zum Schluss waren wir auch müde und unkonzentriert", so der frustrierte Gästetrainer Aleksandar Knezevic nach dem Spiel. Und dann war da noch die sehr gut aufgelegte Torfrau des VfL, Julia Renner, die mit 16 Paraden ein großer Rückhalt für ihre Vorderleute war. Von ihrem Trainer gab es ein ausdrückliches Lob: "Sie hat ihren Job sehr gut gemacht".

Es wurde wieder einmal deutlich, dass der VfL, wenn er gut in der Abwehr steht, einfache Tore erzielen kann. Wichtige Garanten dafür waren Kelly Dulfer und Annika Meyer im Mittelblock. Viele Fehlwürfe und -pässe der Gäste konnten für Gegenstöße sowie schnell vorgetragene Positionsangriffe genutzt werden. Und diese Schnelligkeit ist das, was Oldenburg so stark macht. Aber die Frisch Auf Frauen hielten gut mit. Der robust agierende Mittelblock mit der Slowenin Lina Krhlikar und Klaudia Pielesz aus Polen bot selten Durchlass, dennoch fanden die Oldenburgerinnen immer wieder Lücken und gerade Kim Birke zeichnete sich auf Linksaußen als abgeklärte und variable Werferin aus. Sie war viermal erfolgreich.

Nach acht Minuten stand es 5:2 für den VfL. In der 15. Minute verwandelte Geschke ihren zweiten Siebenmeter des Tages zunächst nicht, markierte dann allerdings im zweiten Nachwurf die 9:5-Führung und ihren bis dahin bereits fünften Treffer. Nach 20 Minuten war Oldenburg bis auf 13:7 enteilt und man dachte, dass es nun munter weitergeht. Frisch Auf kämpfte sich in den verbleibenden zehn Minuten bis zur Halbzeit mit einer 6:1-Serie auf 14:13 heran. Nach dem Wiederanpfiff und einem Fehlpass von Geschke auf Dulfer glichen die Gäste sogar aus.

Unfassbar, aber auch Ausdruck des Göppinger Potenzials, das Krowicki vor dem Spiel nachdrücklich hervorgehoben hatte. "Bei 13:7 waren wir nicht mehr konzentriert genug. Es darf nicht passieren, vor allem zuhause, dass der Gegner auf 14:13 herankommt. Man muss das verteidigen und sogar ausbauen". Die Gastgeberinnen reagierten und konnten sich wieder absetzen. Kira Schnack, wie Cara Hartstock in der Phase der hohen Führung eingewechselt, warf in der 41. Minute das 20:16. Jetzt kontrollierten die Grün-Weißen die Partie und setzten sich ab. Zehn Minuten vor Schluss waren sie mit sechs Toren vorne, es stand 26:20. Die Göppinger konnten nicht mehr mithalten und fingen in der Schlussminute das 31:23 durch Kira Schnack.