02.02.2016 16:36 Uhr - 1. Bundesliga - Patrick Hoffmann

Krowicki fordert: "Nicht nach dem Tabellenplatz schauen"

Leszek Krowicki Leszek Krowicki
Quelle: Hermann Jack
Eigentlich eine klare Sache, möchte man vermuten, wenn der Tabellenvierte zuhause gegen den Drittletzten spielt. Aber Achtung! Leszek Krowicki, Trainer des VfL Oldenburg, warnt, die Bundesligapartie seiner Handballfrauen am Mittwochabend gegen Frisch Auf Göppingen auf die leichte Schulter zu nehmen: „Wir dürfen nicht nach dem Tabellenplatz schauen, Göppingen hat einen erfahrenen ehemaligen Bundesligaspieler als Trainer, einige erfahrene und wirklich gute Spielerinnen und kann guten Handball spielen“, so Krowicki am Montag nach Training und Videoanalyse mit seiner Mannschaft.

Die meiste Gefahr geht aus von drei Rückraum-links-Spielerinnen, die alle zu Saisonbeginn von Ligakonkurrenten in die so genannte „Handball-Hauptstadt“ gewechselt waren und gemeinsam die Hälfte der bisher erzielten Tore geworfen haben. Die Niederländerin Maxime Struijs hat die meisten Tore (67) für Frisch Auf erzielt und ist für Siebenmeterwürfe zuständig. Lina Krhlikar aus Slowenien hat bislang 23 Tore beigesteuert und die polnische Nationalspielerin Klaudia Pielesz hat nicht nur 65 Tore erzielt, sie steht auch mit zehn Verwarnungen und 24 Strafminuten auf dem 2. Platz der Sündertabelle der Liga.

Die Gäste mussten vor der Saison elf Abgänge verkraften. Mit vier Punkten nach der Vorrunde stehen die Frisch Auf Frauen zwar vor den beiden Konkurrenten auf den Abstiegsplätzen, Celle und Rosengarten-Buchholz, die sich bislang jeweils zwei Zähler auf der Habenseite erarbeitet haben, nach oben ist allerdings viel Luft. Der Tabellenelfte Bad Wildungen hat fünf Punkte mehr. Alles andere als eine beruhigende Situation für die Schwäbinnen.

Am vergangenen Sonntag gab es in Leverkusen eine 19:34-Niederlage, wobei Trainer Aleksandar Knezevic auf Torfrau Jessica Jochims und die Spielführerin Anika Leppert verzichten musste. Beim VfL Oldenburg gibt es nach dem 28:20-Heimspielsieg am Sonntag gegen den SVG Celle keine weiteren Ausfälle neben den Langzeitverletzten Caroline Müller, Julia Wenzl und Nadja Jensen zu beklagen und das sei schon eine Menge wert, so Trainer Krowicki.

Der Fokus beider Mannschaften ist völlig unterschiedlich. Die einen befinden sich im Kampf um einen Startplatz für den Europapokal und die anderen im Kampf gegen den Abstieg. Es eint sie allerdings, dass sie am Mittwoch um 19.30 Uhr in der kleinen EWE-Arena in Oldenburg gegeneinander kämpfen. Um die Verteilung zweier Punkte.