10.01.2016 12:38 Uhr - 2. Bundesliga - PM TVB, red

Überraschung gegen den Tabellendritten: Mandy Münch trifft zu Beyeröhdes Sieg

Es war schon eine mittlere Gerölllawine, die den Beyeröhder Anhängern vom Herzen polterte, als Kapitän Mandy Münch 15 Sekunden vor Schluss Verantwortung übernommen und den entscheidenden Siebenmeter zum 21:20 (9:8) gegen den Tabellendritten TSV Haunstetten verwandelt hatte. Sechzig Minuten lang hatten Fans und neutrale Handballfreunde ein packendes Kampfspiel gesehen. Durch den Erfolg verbesserte sich Beyeröhde mit nun positivem Punktekonto auf den neunten Platz und liegt nur noch fünf Punkte hinter dem weiterhin auf dem dritten Rang liegenden Team aus Haunstetten. "Ich freue mich natürlich über zwei verdiente Punkte, weil wir die meiste Zeit geführt haben", kommentierte die nervlich sichtlich geschaffte TVB-Trainerin Meike Neitsch nach dem Spiel.

Das Spiel wurde von Härte und vor allem von konzentrierten Abwehrreihen geprägt, die die gegnerischen Angriffsreihen zu Fehlabgaben und Ballverlusten zwangen, was sich auch an der relativ geringen Torzahl auf beiden Seiten ablesen lässt. Dass meist Beyeröhde vorne lag und den Vorsprung auch über die Ziellinie retten konnte, war vornehmlich ein Verdienst von Torfrau Dana Centini, die vor allem bei Gegenstößen mehr als ein halbes Dutzend geradezu unglaubliche Reaktionen zeigte und in fast aussichtslosen Situationen zum entscheidenden Rückhalt für ihr Team wurde.

Beim TVB verdiente sich Sabine Nückel als „Abfangjägerin“ in der 5:1 Deckung ein Sonderlob, war selbst am gegnerischen Kreis auch vier mal erfolgreich, doch scheiterte ebenso oft an der Haunstettener Torfrau Magdalena Frey, die Dana Centini nur um wenig nachstand. Bestimmten zunächst die bayerischen Gäste das Geschehen, so gelang es dem TVB nach dem 7:7 Ausgleich erstmals, durch die selbstbewusst die Bälle fordernde Pia Adams, in Führung zu gehen und zog in der zweiten Halbzeit sogar mal auf 15:12 davon.

Doch dann waren es unnötige Ballverluste und Fehlabgaben, die das Spiel wieder auf Messers Schneide brachten. Melina Fabisch, zunächst eher unscheinbar, fasste sich nun aber öfter ein Herz, hämmerte erfolgreich aufs Tor und setzte entscheidende Akzente, wie auch die von einer kaum überstandene Grippe geschwächte Michelle Stefes, die erst in der zweiten Halbzeit eingesetzt wurde. Und am Ende ließ der von Mandy Münch verwandelte Strafwurf die Gastgeberinnen über einen knappen Erfolg jubeln.