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30.12.2015 23:19 Uhr - 1. Bundesliga - Markus Hausdorf

Leverkusener Elfen mit Kantersieg über die HSG Bad Wildungen

Anne Jochin feierte gegen die HSG Bad Wildungen ihr Comeback nach rund neunmonatiger VerletzungspauseAnne Jochin feierte gegen die HSG Bad Wildungen ihr Comeback nach rund neunmonatiger Verletzungspause
Quelle: groundshots.de


Vanessa Fehr konnte in der zweiten Halbzeit mit zahlreichen guten Paraden dazu beitragen, dass Leverkusen zu einem klaren 36:26-Erfolg über Bad Wildungen kamVanessa Fehr konnte in der zweiten Halbzeit mit zahlreichen guten Paraden dazu beitragen, dass Leverkusen zu einem klaren 36:26-Erfolg über Bad Wildungen kam
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Dem TSV Bayer Leverkusen gelang nach der WM-Pause ein perfekter Start in die Handball-Bundesliga der Frauen: Gegen den Tabellennachbarn gelang der Mannschaft von Renate Wolf ein 36:26 (17:14)-Kantersieg vor 1.600 Zuschauern in der Smidt-Arena. Erfolgreichste Torschützin war Leverkusens Nationalspielerin Kim Naidzinavicius mit zwölf Treffern. Zudem freuten sich die Verantwortlichen der Elfen über das Comeback von Anne Jochin nach einer rund neunmonatigen Verletzungspause.

„Ich bin froh, dass wir so gut aus der WM-Pause gekommen sind“, sagte Renate Wolf sichtlich erleichtert. "Natürlich hofft man immer, dass man da weitermachen kann, wo wir vor der Pause beim Unentschieden in Bietigheim aufgehört haben, aber man weiß nie, wo man steht.“ Zudem gab die Trainerin der Elfen zu, dass man in der Partie gegen die Mannschaft aus der Kurstadt Bad Wildungen erstmals unter Druck stand und die Punkte unbedingt einfahren musste.

Die Smidt-Arena war für das Duell des Tabellenelften gegen den Neunten gut gefüllt: 1.600 Zuschauer waren dankbar für das sportliche Event zwischen Weihnachten und Silvester und wurden von beiden Mannschaften mit einer guten anzusehenden Partie belohnt. Doch in der Anfangsphase hatten die Gäste, die munter aufspielten, die Nase vorne und drehten den 2:4-Rückstand in eine 6:4-Führung. Renate Wolf reagierte, nahm eine Auszeit und rüttelte insbesondere die Deckung ihrer Mannschaft wach. „Mit der Deckungsleistung meiner Mannschaft war ich zu diesem Zeitpunkt nicht zufrieden“, sagte die ehemalige Nationalspielerin. „Ich habe deshalb auch in Kim Berndt eine abwehrstarke Spielerin ins Spiel gebracht. Sie hat ihre Sache richtig gut gemacht und aufgeräumt.“

Aus einer immer stärker werdenden Deckung zwang der TSV Bayer Leverkusen die Gäste zunehmend zu Fehlern und führte in der 23. Minute dank eines 10:3-Laufs mit 14:9. Zwar konnte die Mannschaft von Trainerin Tessa Bremmer bis zur Halbzeitpause noch einmal bis auf zwei Treffer verkürzen, doch Kim Naidzinavicius erzielte 19 Sekunden vor der Sirene per Siebenmeter die 17:14-Führung für das in neongrünen Trikots spielende Team von Renate Wolf.

Beide Mannschaften standen nach der Halbzeitpause schon auf dem Spielfeld und mussten auf das Schiedsrichtergespann Ramesh und Suresh Thiyagarajah warten. Mit leichter Verzögerung ging es dann weiter. Und die zweite Halbzeit begann so wie der erste Durchgang: Mit einem weiteren Siebenmetertreffer von Nationalspielerin Kim Naidzinavicius, die alle sechs Strafwürfe sicher verwandeln konnte. Die Gastgeberinnen kamen hellwach aus der Kabine und konnten bis zur 34. Minute auf 21:15 erhöhen. Bad Wildungens Trainerin Bremmer hatte genug gesehen und nahm eine weitere Auszeit.

Als in der 36. Minute die A-Jugendliche Keeperin Vanessa Fehr für die unglücklich agierende Keeperin Dana Centini eingewechselt wurde, hatte die 18-Jährige mit einigen guten Paraden maßgeblichen Anteil daran, dass sich die Gastgeberinnen Tor um Tor absetzen konnten und am Ende sogar einen deutlichen 36:26-Kantererfolg einfahren konnte. Anne Jochin feierte in der Schlussviertelstunde noch ihr Comeback nach ihrer Verletzungspause und konnte sich in der 49. Minute mit dem Treffer zum 28:20 gleich in die Torschützenliste eintragen. Für das Comeback und den ersten Treffer in der Spielzeit 2015/2016 gab es großen Applaus der Leverkusener Fans.

„Wir wussten, dass es für uns nach den Ausfällen der beiden Rückraumspielerinnen Laura Vasilescu und Anouk Nieuwenweg schwer werden würde. Ich habe heute jungen Spielerinnen eine Chance gegeben, einige haben diese genutzt, andere nicht. Enttäuscht hat mich die Tatsache, wie wir uns in der Deckung präsentiert haben. Dennoch zählt für uns nur der Klassenerhalt“, sagte Tessa Bremmer auf der Pressekonferenz.

Renate Wolf ergänzte nach dem Spiel noch: „Wir haben heute eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Allerdings hat aus meiner Sicht Kim Naidzinavicius ein richtig gutes Spiel gezeigt. Und das nicht nur wegen ihrer Treffer sondern auch weil sie gut Regie geführt hat und ihre Mitspielerinnen gut in Szene gesetzt hat.“

Durch den dritten Saisonsieg konnte der TSV Bayer Leverkusen in der Tabelle an der HSG Bad Wildungen vorbei ziehen und belegt mit nunmehr 7:11 Punkten den 10. Tabellenplatz. Den Abstand auf die beiden Abstiegsplätze, den derzeit der SVG Celle und die SGH Rosengarten-BW Buchholz mit jeweils 2:16 Zählern inne haben, konnten die Elfen auf insgesamt fünf Punkte ausbauen.



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