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20.12.2015 16:28 Uhr - Weltmeisterschaft - Eva Wortmann, Daniel Genings

Überragende Neagu führt Rumänien zu Bronze

Cristina NeaguCristina Neagu
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Rumänien hat sich die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft der Frauen in Dänemark gesichert. In einem einseitigen kleinen Finale besiegte das Team um die zehnfache Torschützin Cristina Neagu am Sonntag in Herning Polen mit 31:22 (15:8). Damit mussten sich die Polinnen um Kapitänin Karolina Kudlacz-Kloc vom HC Leipzig wie 2013 mit dem vierten WM-Platz begnügen. Die letzte WM-Medaille Rumäniens lag zehn Jahre zurück. 2005 gewannen sie im russischen St. Petersburg Silber. In den Halbfinals waren die beiden Teams an Norwegen beziehungsweise den Niederlanden gescheitert, die sich im folgenden Finale gegenüberstehen.

Polen ging als Außenseiter in die Partie und wurde in den ersten Minuten zunächst von den Rumäninnen überrollt. Diese waren durch einen Treffer von Cristina Neagu in Führung gegangen und die Rückraumspielerin sollte auch in der heutigen Begegnung zu einer der entscheidenden Akteurinnen werden. Im Turnierverlauf hatte sie ihr Team, unter anderem mit fünfzehn Treffern im Viertelfinale gegen WM-Gastgeber Dänemark, ins Halbfinale geführt und auch heute kam sie auf eine zweistellige Trefferzahl. Neben Neagu sorgten allerdings auch Adriana Nechita und Gabriella Szucs für den perfekten Start, den ein 5:1 auf der Anzeigetafel widerspiegelte.

Polen versuchte die Kreise von Neagu einzuengen, dies gelang aber nur zum Teil. Auf der Gegenseite hingegen stand die rumänische Deckung glänzend, zudem sorgten Ionica Munteanu und Paula Ungureanu über sechzug Minuten für ein Plus zwischen den Pfosten. Der Abstand wuchs so weiter an, auch eine erste Auszeit der polnischen Frauen konnte nicht verhindern, dass beim 10:4 durch Oana Manea bereits sechs Toren zwischen den Konkurrenten lagen und nach dem 15:8-Pausenstand durch Neagu sieben.

Rumänien hatte mit einer beweglichen Deckung und einigen einfachen Treffern im Gegenstoß das Heft in die Hand bekommen. Polen hatte es unterdessen mit einem Wechsel auf eine 3:2:1-Deckung versucht, allerdings vergeblich. Im zweiten Abschnitt lockerte Rumänien angesichts der deutlichen Führung die Zügel etwas, das Team hatte in den entscheidenden Momenten aber immer die passende Antwort parat und ließ erst gar keine Hoffnung auf ein Comeback bei den Polinnen aufkommen.

Als diese beim 19:14 beispielsweise auf fünf Tore herankamen, folgten vier rumänische Treffer zum 23:14 und beim 25:15 war wenig später der zweistellige Abstand erreicht. Rumänien wechselte nun angesichts der bereits erfolgten Weichenstellung, Polen konnte den Abstand zu zumindest im einstelligen Bereich halten. Mit einer souveränen Vorstellung sicherte sich Rumänien aber am Ende mit dem deutlichen 31:22 aber Bronze.



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