15.11.2015 11:35 Uhr - EHF-Pokal - fcb

Metzingen nach Europa-Premiere: "Als Mannschaft gut gelöst"

Mit einem Bein im AchtelfinaleMit einem Bein im Achtelfinale
Quelle: Marco Schultz
Die TuS Metzingen hat gestern ihr erstes Spiel im europäischen Wettbewerb bestritten und mit 29:38 (10:20) für sich entschieden. Zu Gast in der Outletstadt ist der serbische Tabellendritte HC Naisa Nis, der sein Heimrecht abgetreten hat. Das Rückspiel findet am heutigen Sonntag um 16 Uhr ebenfalls in der Öschhalle statt. Gestern gab es für das Rückspiel, das „Heimspiel“ der TuS Metzingen, noch wenige Restkarten. Nach der gestrigen Premiere waren die „Pink Ladies“ mit ihrem Auftritt zufrieden, aber auch Gästetrainer Svestislav Jovanovic konnte der ersten Begegnung seiner neu aufgestellten jungen Mannschaft mit dem Bundesligateam viel Positives abgewinnen. Einige Bilder vom Spiel gibt es in der Galerie.

„Wir wussten, dass Metzingen in diesem Duell die deutlich bessere Mannschaft ist. Das haben wir im ersten Spiel auch gesehen. Ich habe von meinen Spielerinnen gefordert, dass wir bis zum Ende kämpfen“, betonte Nis´ Trainer Svestislav Jovanovic nach Abpfiff, der, nach dem 10:20-Rückstand zur Pause, über die Leistung seines Teams in der zweiten Halbzeit erfreut war. Katarina Tanaskovic, die sich in der ersten Spielhälfte am Bein verletzt hatte, konnte dabei nicht mehr eingreifen. Sie wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gefahren. „Wir haben eine sehr gute zweite Halbzeit gespielt und die eingewechselten Spielerinnen haben das gut gelöst“, betonte Jovanovic seine Zufriedenheit.

„Ich gratuliere den TusSies zum ersten historischen Sieg im EHF-Pokal. Wir haben eine sehr junge Mannschaft und stecken in einem Umbruch. Wir bauen auf Spielerinnen aus Nis. Wir haben natürlich einige Erfahrung auf internationalem Parkett, können uns aber im Moment nicht wie früher fertig ausgebildete, erfahrene Spielerinnen leisten“, schildert Jovanovic die aktuellen Bedingungen in Nis, das früher mit internationalen Routiniers auflief. „Ich hoffe, dass wir bald einmal wieder auf Metzingen treffen und dann besser aufgestellt sind. Trotz der Unterlegenheit wollen wir aber im morgigen Rückspiel noch einmal alles geben“, so der Trainer des früheren Challenge-Cup-Siegers.

Nis hat in seiner Vereinsgeschichte Erfahrungen auf internationalem Parkett gesammelt, die der TuS Metzingen bisher gefehlt haben. „Es ist eine ausländische Mannschaft zu Gast und ausländische Schiedsrichter da. Da läuft nicht immer alles so, wie man es in der Bundesliga gewohnt ist“, fasste Nationalspielerin Marlene Zapf ihre Eindrücke aus der Premiere gegen Nis in Worte.“ Wir haben uns im Vorfeld viel darüber unterhalten und ich denke, dass wir das heute als Mannschaft gut gelöst haben.“ Bis 2012 spielten die Ermstälerinnen in der zweiten Liga, inzwischen spielt die mit nationalen und internationalen Spitzenkräften verstärkte TuS Metzingen um die Deutsche Meisterschaft mit.

Metzingens Trainer Csaba Konkoly bedankte sich vor allem bei den Fans, die Öschhalle war beim ersten Spiel mit 900 Zuschauern ausverkauft. „Wir haben dieses erste internationale Spiel als wichtigen Moment in unserem Leben gefühlt“, beschrieb der Ungar die Vorbereitung auf diesen historischen Moment der TuS Metzingen. „Die Mädels haben eine starke erste Halbzeit gespielt. Dann ist Nis gefährlich geworden und hat so stark gespielt, wie sie in der serbischen Meisterschaft auftreten. Ich bin froh, dass wir dieses Aufbäumen gut kontrollieren konnten“, fordert Konkoly nach dem gestrigen souveränen Auftakt auch eine konzentrierte Leistung seines Teams im Rückspiel.