07.10.2015 15:51 Uhr - DHB-Pokal - PM SVHU

SV Henstedt-Ulzburg mit doppelt erfolgreichem Wochenende

Es war ein anstrengendes, aber äußerst erfolgreiches Wochenende für die Handballfrauen des SV Henstedt-Ulzburg. Am Samstag ging es in der 3. Liga gegen den Aufsteiger Rostocker HC und am Sonntag stand das DHB-Pokalspiel bei der HSG Hude-Falkenburg auf dem Programm.

Nach dem erfreulichen Saisonstart mit zwei Siegen gegen Buxtehude und Hollenstedt wollten die Frogs-Ladies gegen Rostock nachlegen. Da Amen Gafsi mit den Bundesliga-Männern unterwegs war, nahm SVHU-Trainerlegende Erich Eggenstein den freien Platz auf der Bank ein und unterstützte Co-Trainer Frank Hamann.

In den ersten Minuten waren die Gäste aus Rostock hellwach und nutzten die Gelegenheit, um eine schnelle 2:0-Führung zu erzielen. Die Gastgeberinnen um Kapitänin Tina Pejic starteten erst nach einigen Minuten mit der nötigen Einsatzbereitschaft und übernahmen beim 3:2 und 4:3 erstmals die Kontrolle über das Spielgeschehen. In der Folgezeit lief es in Angriff und Abwehr wesentlich besser.

Annika Jordt und Annika Fimmen trafen zum 9:5 und 13:9. Das SVHU-Team ließ bis zum Pausenpfiff jedoch die nötige Konsequenz vermissen und musste feststellen, dass auch die jungen Rostockerinnen gut Handball spielen können. Mit schnellen Toren aus Tempogegenstößen und schnellen Anwürfen gelang den Gästen der Anschluss zum 15:13.

Nach dem Seitenwechsel folgte wie schon gegen Buxtehude und Hollenstedt eine sehr starke Phase der Frogs-Ladies. Vor allem Janicke Bielfeldt und Marleen Kadenbach drehten nun in allen Spielphasen mächtig auf. Beim 21:16 in der 39. Spielminute sorgte Annika Fimmen für eine kleine Vorentscheidung, denn die Kräfte auf Rostocker Seite ließen langsam nach.

Eggenstein und Hamann nutzten den Vorsprung, um die junge Garde auf das Feld zu schicken. Außenspielerinnen Kristin Bahde dankte mit zwei blitzsauberen Toren und auch Maren Gajewski zeigte sehenswerte Aktionen. Beim 29:20 drohte den Rostockerinnen ein Debakel, doch das Team von Trainerin Ute Lemmel wehrte sich mit allen Kräften und verkürzte bis zum Schluss auf 30:24.

„Mit nunmehr 6:0 Punkten sieht es in der Tabelle erst einmal sehr gut aus. So freuen wir uns, dass wir die Spielzeiten aufteilen und vor allem den jungen Spielerinnen Chancen geben können“, so ein zufriedenes Trainer-Team nach der Partie. Es bleibt jedoch bei einer erfreulichen Momentaufnahme, denn die Saison hat gerade erst begonnen.

Schon am nächsten Tag saß das Trainer-Gespann Eggenstein/Hamann wieder auf der Bank, da Amen Gafsi die männliche A-Jugend betreute. In der zweiten Hauptrunde des DHB-Pokals ging es auswärts gegen den Aufsteiger HSG Hude-Falkenburg. Co-Trainer Frank Hamann hatte das Team am Vormittag noch per Video beobachtet und die Spiel-Philosophie analysiert. Die HSG begann mit einer sehroffensiven 3:3-Abwehrformation, auf die die Frogs-Ladies dementsprechend vorbereitet waren.

Mit Doppelpässen und vielen Bewegungen ohne Ball wurde diegegnerische Abwehr einige Male ausgehebelt, so dass der HSG-Trainer wieder auf die gewohnte 6:0-Formation umstellte. Vorher hatten die SVHU-Frauen bereits deutliche Zeichen mit den Treffern zum 9:14 und 10:15 gesetzt. Vor allem das Zusammenspiel zwischen Marleen Völzke und Annika Jordt klappte einige Male hervorragend. Nun folgte eine unnötige Schwächephase der Frogs-Ladies, die bis zum Pausenpfiff zu wenig investierten, Zweikämpfe zu leicht verloren und somit den Anschlusstreffer zum 14:15 hinnehmen mussten.

In der Kabine ging es dementsprechend nur um die eigene Einstellung zum Spiel und weniger um taktische Dinge. Die gesprochenen Worte kamen an, denn erneut spielte die Mannschaft von Erich Eggenstein und Frank Hamann eine ganz starke Phase nach dem Seitenwechsel. Die Abwehr packte entschlossener zu und im Angriff fand Spielmacherin Marleen Völzke immer wieder gute Lösungen. Auch das Tempospiel klappte besser. Torhüterin Merline Wünsche hielt einige Würfe und brachte den Ball schnell wieder ins Spiel.

Annika Fimmen, Marleen Kadenbach und Tina Pejic waren die dankbaren Abnehmerinnen, sorgten mit ihren Treffern für die Entscheidung. Beim 19:29 war die Gegenwehr der heimischen HSG endgültig gebrochen. Eggenstein und Hamann wechselten wieder kräftig durch, ein Bruch war in diesem Spiel jedoch nicht mehr zu erkennen. Am Ende hieß es 23:35 für die Frogs-Ladies, die damit in das Achtelfinale des DHB-Pokals einziehen. Als letzter Drittligist im Topf ist man sicherlich Wunschgegner aller übrigen Zweit- und Erstligisten. Das SVHU-Team hofft somit auf einen großen Namen, um in der Sporthalle Maurepasstraße ein weiteres Handballfest zu feiern.

„Großes Lob an das gesamte Team. Zwei Spiele an zwei Tagen mit dieser Intensität muss man erst einmal auf das Parkett bringen“, so Erich Eggenstein und Frank Hamann unisono nach dem Spiel in Hude. Für die Frogs-Ladies folgt eine kurze Spielpause, in der die Akkus wieder aufgeladen werden sollen. Marleen Kadenbach, Kristin Bahde und Maren Gajewski wechseln in dieser Woche komplett in das A-Jugend-Training, um sich auf den kommenden Spieltag der JBHL vorzubereiten. Erst in zwei Wochen geht es für die Frogs-Ladies in der 3. Liga auswärts wieder zur Sache. Die HG OKT (Owschlag-Kropp-Tetenhusen) gehört zum Kreis der Aufstiegsfavoriten und somit kann das SVHU-Team mit einer echten Standortbestimmung rechnen (Sonntag, 18. Oktober, Anwurf 17:00 Uhr in der Sporthalle Owschlag).

SVHU-Rostocker HC:
Merline Wünsche, Franziska Nikolaus; Kristin Bahde (2), Janicke Bielfeldt (4), Maren Gajewski, Rebecca Allmenröder, Marleen Kadenbach (2), Annika Fimmen (3), Tina Pejic (5/1), Annika Jordt (5), Marleen Völzke (6/5), Inga Schlegel, Karen Wessoly (3).

HSG Hude-Falkenburg-SVHU:
Merline Wünsche, Franziska Nikolaus; Kristin Bahde (1), Jannicke Bielfeldt (2), Maren Gajewski, Rebecca Allemröder, Maren Kadenbach (4), Annika Fimmen (4), Tina Pejic (3), Annika Jordt (8), Marleen Völzke (7/1), Inga Schlegel (2), Karen Wessoly (4).