26.09.2015 19:59 Uhr - 1. Bundesliga - dpa, S. Lapp, THC

Dank Krause - Thüringer HC holt gegen Dortmund zwei Punkte

Svenja Huber und der Thüringer HC gaben Dortmund das NachsehenSvenja Huber und der Thüringer HC gaben Dortmund das Nachsehen
Quelle: Mario Gentzel. Pictureteam
Die Handballerinnen des Thüringer HC haben trotz Verletzungssorgen ihren zweiten Saisonsieg eingefahren und sich vorerst an die Tabellenspitze der Bundesliga geschoben. Am Samstag bezwang der Deutsche Meister den bisher ungeschlagenen Aufsteiger Borussia Dortmund in der heimischen Salza-Halle mit 22:17 (10:12). Erfolgreichste Torschützin der Gastgeber war Svenja Huber mit acht Treffern. Beim BVB netzte Carolin Schmele fünfmal ein. Auffälligste Spielerinnen auf dem Parkett war aber Jana Krause im THC-Tor, die erstmalig in dieser Saison eingesetzt werden konnte.

Der Thüringer HC kam schwer in die Partie und sah sich nach drei Minuten mit 0:2 durch Treffer von Nadja Zimmermann und Stella Kramer im Hintertreffen. Im Angriff scheiterten die Thüringerinnen reihenweise an der starken Clara Woltering. Nach zwölf gespielten Minuten standen gerade einmal zwei Tore auf dem THC-Konto. Die Gegnerinnen waren bis dahin bereits sechs Mal erfolgreich. Mehrere hundertprozentige Chancen wurden einfach liegengelassen - auch aufgrund einiger Glanztaten von BVB-Torhüterin Clara Woltering.

Trainer Herbert Müller zog beim Stand von 2:6 die Notbremse und bat seine Mädels zum Gespräch. Iveta Luzumova und Eliza Buceschi kamen in die Partie. Danick Snelder verkürzte im Nachwurf auf 3:6. Dortmund konnte den Vorsprung aber weiter vergrößern. Nach 16 Minuten lag der deutsche Meister bereits mit 4:9 zurück. Im Angriff lief gar nichts zusammen. Die Thüringerinnen fanden gegen die starke Abwehr des BVB einfach kein Mittel. Herbert Müller wechselte durch, doch nichts fruchtete - Dortmund setzte das 4:10.

Katrin Engel verkürzte dann mit einem Dreifachschlag von der Strafwurflinie, einem Rückraumkracher und einem sehenswerten 1-gegen-1 auf 7:10. Jana Krause, jetzt für Dinah Eckerle im Tor, steigerte sich im THC-Gehäuse und konnte mehrere Würfe toll parieren. Die THC-Frauen waren nun hellwach und verkürzten weiter durch einen Doppelschlag von Eliza Buceschi. Der Thüringer HC war wieder dran. Katrin Engel und Eliza Buceschi hatten das Angriffsspiel deutlich belebt und für den 10:12 Halbzeitstand gesorgt.

Katrin Engel scheiterte allerdings direkt nach Wiederbeginn bei ihrem dritten Strafwurf - den Thüringer HC zeigte sich davon aber nun unbeeindruckt: Kurz darauf machte es Svenja Huber besser und erzielte den Anschlusstreffer. Die eingewechselte Dinah Eckerle blieb im Strafwurfduell Sieger gegen Carolin Schmele und Iveta Luzumova konnte so vier Minuten nach der Pause erstmals den Ausgleich erzielen - ein 12:12 stand auf der Anzeigetafel.

Der Thüringer HC nutzte nun den Rückenwind: Svenja Huber traf jetzt zweimal - von Außen und von der Strafwurflinie - und hatte damit in der 40. Minute auch die erste Führung für die Gastgeberinnen erzielt. Der BVB konnte jetzt neun Minuten lang keinen Treffer erzielen - alles was auf das THC-Tor kam war die sichere Beute von Jana Krause, die sich von Parade zu Parade steigerte. Mit ihrer Leistung und Körpersprache sorgte sie dafür, dass den Gästen in 22 Minuten ganze zwei Tore gelangen - der Grundstein für den Erfolg.

Die Paraden der Torhüterin gaben auch ihren Vorderleuten Selbstsicherheit - allen voran Svenja Huber, die vor allem eiskalt von der Linie eine hundertprozentige Quote ablieferte. Acht Minuten vor dem Ende hatte sich der THC erstmalig eine Vier-Tore-Führung erarbeitet, die er bis zum Ende nicht mehr abgab. In der Schlussminute überwand dann Nadja Nadgornaja aus der Distanz Jana Krause zum 21:17, aber den ultimativen Schlusspunkt setzten Svenja Huber und Iveta Luzumova: Von der Torauslinie servierte die Linkshänderin den langen Kempa-Pass zur Tschechin, die den verdienten 22:17 Endstand herstellte.