02.09.2015 11:11 Uhr - 2. Bundesliga - PM Trier

Trierer Miezen mit neuer Kapitänin

Mit Judith Derbach als neuer Spielführerin gehen die Trierer Bundesliga-Handballerinnen in die Saison 2015/2016. Dies gab Trainerin Daniela Filip bekannt: „Ich habe Judith bestimmt, weil sie für diesen Posten sehr gut geeignet ist. Sie ist ein Vorbild, geht voran und ist das ideale Bindeglied zwischen mir und der Mannschaft. Die 28 Jahre alte Rechtsaußen, ergänzt Filip, kenne zudem die Strukturen rund um den Verein und sei innerhalb der Mannschaft anerkannt.

Derbach empfindet die Wahl als Verantwortung und große Aufgabe zugleich, die Moselstädterinnen nach dem Abstieg aufs Feld zu führen. „Ich freue mich natürlich über das Vertrauen und werde alles dafür tun, dass unsere Mannschaft zusammenwächst und wir eine erfolgreiche Saison spielen“, sagt Derbach, ergänzt aber, „dass bei dem kleinen Kader, jede einzelne Spielerin gefordert ist.“

Für die kampfstarke Außenspielerin sind die Miezen eine Herzensangelegenheit, schaffte sie doch über die 2. Mannschaft den Sprung in die Bundesliga und gehörte in der abgelaufenen Saison zu den Leistungsträgerinnen. Nach den Abgängen von zahlreichen Leistungsträgerinnen ist die Nummer 19 – seit 2007 im Verein – gefordert, bittet allerdings auch um Geduld mit der neu zusammengesetzten Truppe: „Man kann keine Wunderdinge erwarten. Wir befinden uns in einem Prozess, in dem vor allem die jungen Spielerinnen erst mal mit dem Bundesliganiveau zurechtkommen müssen.“

Die Miezen starten am Samstag (18 Uhr) in der ersten Runde des DHB-Pokals gegen Ligakonkurrent Beyeröhde in die Spielzeit 2015/2016. Für Daniela Filip eine letzte „Testpartie“ vor dem Meisterschaftsstart eine Woche später in Neckarsulm. „Wir wollen in diesem Spiel an die Leistung aus der Vorbereitung anknüpfen. Kompromisslos in der Defensive, mit Tempo nach vorne“, so Filip. Ob die 45-jährige Rumänin dabei in Bestbesetzung auflaufen kann, entscheidet sich kurzfristig: Kreisläuferin Andrea Czanik (Knie) sowie Jana Kordel (Oberschenkel) angeschlagen. „Wir werden bei beiden Spielerinnen kein Risiko eingehen, denn die Meisterschaft hat Priorität“, sagt Filip.