17.11.2006 11:06 Uhr - 1. Bundesliga - Ole Rosenbohm - PM Oldenburg

VfL Oldenburg will sich gegen Blomberg doppelt rehabilitieren

VfL-Coach Leszek Krowicki fordert von seinem Team zwei PunkteVfL-Coach Leszek Krowicki fordert von seinem Team zwei Punkte
Quelle: Hermann Jack
Die Fans waren bitter enttäuscht, Spielführerin Kathrin Scholl sprach aus, was sie dachten: "Eine Katastrophe" sei die Partie gegen Tabellenführer Bayer Leverkusen (18:31) gewesen, gegen Blomberg habe das Team etwas gutzumachen. Auch Torhüterin Heike Zornow war sauer: "Wir haben alle gewusst, was zu tun ist. Niemand wurde überrascht."

Verganenheit. Am morgigen Samstag (Anwurf ist um 16.30 Uhr, EWE-Arena) schon haben die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg gegen die HSG Blomberg-Lippe die Chance die angesprochene Wiedergutmachung zu betreiben. Allerdings stolperte das Team von Trainer Leszek Krowicki bereits im Hinspiel gegen den Aufsteiger. Viel zu oft wurde das 29:31 vom ersten Spieltag als negativer Beweis für die Saisonentwicklung des VfL benutzt.

"Die wichtigen Siege gegen Trier oder Frankfurt sind durch das Blomberg-Spiel in den Hintergrund geraten", sagt Krowicki, der nichts anderes als einen doppelten Punktgewinn von seiner Mannschaft fordert. "Dafür muss aber vor allem die kämpferische Einstellung wieder stimmen. Gegen Leverkusen und bei der Niederlage gegen Göppingen war das einfach zu wenig. Heute müssen alle ihren inneren Schweinehund überwinden."

Auch konzeptionell soll sich etwas ändern. Besonders im Angriff haperte es bei den VfL-Frauen zuletzt. "Ich werde von Außen mehr Einfluss auf das Angriffsspiel nehmen", kündigt der Coach an, der unter der Woche auch viele Einzelgespräche geführt hat. "Die Mannschaft nimmt sich die Kritik sehr zu Herzen", weiß Krowicki. Besonders weh tue es, dass Oldenburg zuletzt vor den eigenen Anhängern zweimal enttäuscht habe.

Trotz der Oldenburger Schlappen und des Hinspielsieges seines Teams sieht Blombergs Andre Fuhr seine Mannschaft im ersten Rückrundenspiel in der klaren Außenseiterrolle. "Oldenburg hat eine starke, international erfahrene Mannschaft. Sie müssten uns wieder sehr unterschätzen, wenn wir eine Chance haben wollen", stapelt der Coach des jüngsten Bundesliga-Kaders (22 Jahre) tief. Und: "Gerade angeschlagene Tiger sind gefährlich." Die langzeitverletzte Rechtsaußen Charlotte Koch und Rückraumspielerin Nadja Nadgornaja (Knochenabsplitterung am linken Zeigefinger) fehlen der HSG, die mit 8:14 Punkten drei Zähler vor einem Nichtabstiegsplatz und damit weitaus besser als vielfach erwartet dasteht.

Dennoch warnt Trainer Fuhr. "Wir stecken tief in der Tinte", sagte er nach der 20:23-Niederlage vergangene Woche gegen Buxtehude, das damit den letzten Tabellenplatz abgeben konnte. "Auch wenn Buxte da unten eigentlich nicht reingehört, waren die zu schlagen. Wir haben gegen eine sehr verunsicherte Mannschaft unnötig verloren." In der ersten Hälfte traf die HSG gerade einmal fünfmal (5:10) das Tor.

Übrigens werden beide Teams auf ihre holländischen Nationalspielerinnen zurück greifen können. Silvia Hofmann (Blomberg), Diane Lamein und Irina Pusic (beide Oldenburg) kehren nach der Vorrunde des World Cups aus dem dänischen Aarhus heute zu ihren Clubs zurück. In der Gruppe mit der Ukraine (24:25), Russland (32:41) und Brasilien (31:25) belegte der EM-Teilnehmer den 3. Platz und erreichte damit die Verbands-Vorgabe, um weiterhin in den Genuss der höchsten nationalen Sportförderung zu kommen.

Freier Eintritt für alle VfLer!

Zum Handballbundesliga-Spiel der 1.Damenmannschaft gegen Blomberg am Samstag erhalten alle VfLer, die mit einem Trikot oder Trainingsanzug mit der Aufschrift VfL Oldenburg oder dem Vereins-Emblem erscheinen, freien Eintritt. Das Angebot gilt nicht nur für die HandballerInnen sondern für alle VfLer, gleich welcher Sportart. Es bedarf keiner gesonderten Anmeldung im Vorfeld. Es genügt, im entsprechenden Outfit an der Einlasskontrolle zu erscheinen.