31.07.2015 13:41 Uhr - 1. Liga Frankreich - red

Metz: Präsident weist Baudouin nach offenem Brief zurecht

Paule BaudouinPaule Baudouin
Quelle: sportseye.de
Vorgestern hatte die französische Nationalspielerin Paule Baudouin über einen offenen Brief die Öffentlichkeit gesucht und bemängelte den Umgang von Klub und Presse mit ihr. Das Echo von Metz-Präsident Thierry Weizman folgte prompt. Der appellierte an die Spielerin, sich mit Leistung zu empfehlen.

"Es gibt keine Affäre Paule Baudouin", nahm Klub-Präsident Thierry Weizman gegenüber dem einen Pressedienst Stellung zu dem offenen Brief der 30-Jährigen (wir berichteten), bekundete die Verwunderung der Verantwortlichen über den Schritt der Linksaußen und sprach von "Agitation". Baudouin müsse wissen, dass "nichts von ihrer Qualität als Leistungssportlerin unbestritten" sei: weder wie sie sich ins Team einfüge noch ihr Stammplatz bei den Spielen.

Weizman zeigte sich wenig überrascht davon, dass Baudouin derzeit nur für die zweite Mannschaft des Klubs, die in der dritten Liga spielt, nominiert ist. Zugleich nimmt er Trainer Jérémy Roussel angesichts der Vorwürfe Baudouins in Schutz: Wenn man bestimmte Kriterien anlege, seien es sportliche, medizinische oder schlicht führungsbezogene, liege es in der Verantwortung und im Ermessen des Trainers, in welcher Mannschaft eine Spielerin eingesetzt werde.

Laut Weizman veranschauliche die Nicht-Nominierung von Paule Baudouin für das Nationalteam "seit Dezember 2014" den Eindruck, den er gewonnen habe. Der Macher von Metz HB erwartet nun eine Reaktion von Paule Baudouin, in Sachen Leistung. Diese sei bislang, trotz der Nicht-Nominierung in der Equipe Tricolore seit Monaten, nicht erfolgt, werde aber erwartet.