12.11.2006 17:34 Uhr - 1. Bundesliga - Christian Ciemalla - hbvf.de

Leipzig steuert weiter Richtung Play-offs - 40:21 über Aufsteiger Göppingen

Titelverteidiger HC Leipzig bleibt auch nach dem 11. Vorrunden-Spieltag weiter klar auf Playoff-Kurs. Die Mannschaft von Trainer Morten Arvidsson wurde am Sonntag ihrer Favoritenrolle gerecht und setzte sich gegen Aufsteiger Frisch Auf Göppingen locker mit 40:21 (20:11) durch. Damit wahrte der deutsche Meister und Pokalsieger seine weiße Heimweste und blieb auch im sechsten Spiel in der Arena Leipzig ungeschlagen. Vor 2.149 Zuschauern war Susann Müller (9/3) erfolgreichste Werferin für den Leipzig. Die Gäste hatten in Martina Fritz und Christina Dangel (je 5) ihre besten Schützinnen.

Susann Müller erzielte neun TrefferSusann Müller erzielte neun Treffer
Quelle: Heiner Lehmann - sportseye.de
Ulrike Stange und Else Marthe Soerlie Lybekk brachen die Gastgeberinnen schnell mit 2:0 in Führung, danach aber tat sich der Favorit zunächst etwas schwer. Die Leipziger hatten dominierten das Spiel, versäumten es aber, ihre Dominanz auch in eine entsprechend deutliche Führung umzumünzen. Bis zum von Christine Dangel erzielten 4:3 blieben die Göppingerinnen so auf Tuchfühlung und auch ein zwischenzeitliches 8:4, nach einem sehenswerten Treffer von Anne Ulbricht, schreckte den Außenseiter nicht. Als Anna-Lena Unseld zum 9:7 traf, waren die Göppingerinnen wieder in Reichweite.

Ulbricht, Soerlie-Lybekk und Susann Müller sorgten mit drei Treffern für das 12:7, doch wieder schlichen sich Unkonzentriertheiten in das Spiel der Gastgeberinnen, so dass der Aufsteiger erneut verkürzen konnte. Als Alena Vojtiskova in der 22. Spielminute das 13:11 erzielte, schien Göppingen zumindest einem Achtungserfolg entgegenzusteuern, doch fortan machten die Leipzigerinnen ernst und zogen das Tempo an. Vielleicht war es auch die gelbe Karte gegen Trainer Morten Arvidsson, die dieser aufgrund heftigen Reklamierens kassierte, und das danach erwachte Leipziger Publikum, die für die Leistungssteigerung beim HCL sorgten.

Während die Göppingerinnen in den folgenden acht Minuten die überragende Chana Masson im Tor der Leipzigerinnen nicht mehr überwinden konnten, setzte der amtierende deutsche Meister selbst sieben Treffer. Den vielleicht sehenswertesten Treffer der Begegnung erzielte dabei Idalina Borges Mesquita. Die brasilianische Nationalspielerin vollendete ein sehenswertes Kempa-Anspiel von Ingrida Radzeviciute zum 16:11. Zur Pause war der Abstand bereits auf 20:11 angewachsen und direkt nach dem Wiederbeginn sorgte die erneut glänzend aufgelegte Susann Müller mit ihrem Treffer zum 21:11 für die erste zweistellige Führung.

Die Entscheidung in der Partie war längst gefallen, Morten Arvidsson nutzte die Chance und räumte all seinen Spielerinnen ausführliche Spielanteile ein, so dass sich am Ende jede Leipziger Feldspielerin in die Torschützenliste eingetragen hatte. Bereits in der vierzigsten Minute war die Führung der Gastgeberinnen beim 27:13 auf vierzehn Tore angewachsen, beim 31:14 eine Viertelstunde vor Spielende waren es derer siebzehn. Göppingen mühte sich, hatte aber keine Mittel gegen die Leipzigerinnen, die am Ende auch in der Höhe verdient mit 40:21 gewannen. Den von den Fans geforderten vierzigsten Treffer hatte Ingrida Radzeviciute erzielt.

Stimmen zum Spiel:

Hagen Gunzenhauser (FAG-Coach):
Glückwunsch an den HC Leipzig. Der HCL hat heute gezeigt, dass sie zu Recht so weit oben stehen. In Sachen Tempo-Handball haben wir heute einen Klassenunterschied gesehen. HCL-Torfrau Chana Masson hat heute ein tolles Spiel gemacht. Für uns ist die Niederlage in Sachen Klassenerhalt kein Beinbruch, die hatten wir so erwartet!

Morten Arvidsson (HCL-Coach):
Ich bin heute sehr zufrieden mit unserem Spiel, da wir sehr konzentriert gespielt haben. Wir hatten das Spiel immer sicher im Griff und sind ein hohes Tempo gegangen. So konnten wir Tor um Tor erhöhen! Danke auch an die Fans, dass sie so zahlreiche in die ARENA kamen.

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