12.11.2006 17:01 Uhr - 1. Bundesliga - cie und PM Leverkusen und Oldenburg

Leverkusen gewinnt problemlos in Oldenburg

Milica Danilovic kam heute nicht wie gewohnt zum ZugMilica Danilovic kam heute nicht wie gewohnt zum Zug
Quelle: Thorsten Helmerichs
Bayer Leverkusen konnte auch am elften Spieltag die Tabellenführung in der Handballbundesliga verteidigen. Von Beginn an dominierten die Rheinländerinnen die Partie und gingen schnell mit 6:1 in Führung. Auch eine frühe Auszeit von VfL-Trainer Krowicki brachte den Tabellenführer nicht aus dem Tritt, zum Seitenwechsel stand so ein 15:8 auf der Anzeigetafel. Auch im zweiten Durchgang erwischten die Gäste den besseren Start und bauten die Führung schnell auf 20:8 aus. Am Ende stand ein nie gefährdeter 31:18 Auswärtserfolg für die Mannschaft von Renate Wolf zu Buche, in der Sabrina Neukamp mit 11/4 Treffern am erfolgreichsten war. Trotz der deutlichen Niederlage kann sich Oldenburg angesichts eines Rückstandes von zwei Punkten auf den vierten Platz weiterhin Hoffnungen auf die Play-off-Teilnahme machen.

Bereits in der Anfangsphase wurden die Gäste aus Leverkusen ihrer Favoritenrolle gerecht. Nadine Krause und Michaela Seiffert sorgten für ein schnelles 2:0. Auch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer von Jana Oborilova brachte die Oldenburger nicht ins Spiel, stattdessen erhöhte Anne Müller in der siebten Minute bereits auf 6:1. Die Partie war zu diesem Zeitpunkt bereits so gut wie entschieden, denn die Leverkusenerinnen sollten auch weiterhin die Partie dominieren. "Das Spiel war doch schon nach ein paar Minuten entscheiden", befand auch Renate Wolf nach Spielende, die "eines der besten Saisonspiele" ihrer Zöglinge gesehen hatte.

"Oldenburg hatte im Angriff nichts zu bestellen und ist dadurch ständig in unsere Konter gelaufen", analysierte Leverkusens Michaela Seiffert treffend. Mit der offensiven Deckung Bayers kam der VfL nie klar. Oldenburger Abspielfehler verhinderten in der Anfangsphase gar, dass sich die überragende Sabine Englert auszeichnen konnte. Auf der anderen Seite lief der Ball traumhaft sicher durch die Reihen der Gäste, nur Heike Zornow im VfL-Tor verhinderte einen höheren Rückstand. "Wir standen hinten taktisch gut und haben den VfL zu Fehlern gezwungen. Wir wollten dem Spiel unser Stempel aufgedrückten und haben dies eindrucksvoll umgesetzt", sagte Wolf nach der Partie und fügte hinzu: "So macht Handball Spaß."


Jana Oborilova
Photo: Thorsten Helmerichs


Ihr Kollege Leszek Krowicki sah im eigenen Angriff den schwächsten Part seines Teams: "Das Verhalten im Angriff muss sich grundsätzlich ändern. Wir wollten länger und konsequenter unsere Angriffe ausspielen, doch Bayer hat uns ständig unterbrochen." Seine Mannschaft habe zwar "enttäuscht", doch sieht Krowicki "noch nicht die Leistungsgrenze erreicht. Ich glaube weiter fest an diese Mannschaft." Beste Spielerin beim VfL war ohne Zweifel Zornow. "Es gab dabei überhaupt keine Ausfälle. Die Mannschaft überzeugte geschlossen", freute sich unterdessen Renate Wolf über die Leistung ihres Teams, aus dem Sabrina Neukamp und Torhüterin Sabine Englert noch aus der geschlossenen Mannschaftsleistung herausragten.

Die Leverkusenerinnen konnten so bereits früh die aufgrund einer Virusinfektion gehandicapte Nadine Krause schonen. Bis zum Seitenwechsel war die Führung des Spitzenreiters auf 15:8 angewachsen und im zweiten Abschnitt bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Yonne Fillgert und ein Doppelschlag von Dabrina Neukamp sorgten direkt nach Wiederbeginn dafür, dass die Distanz beim 18:8 erstmals im zweistelligen Bereich lag, wenig später hieß es sogar 20:8. Auch zahlreiche Wechsel, in der Schlussviertelstunde spielte bei Leverkusen fast die komplette zweite Garnitur, brachten keinen Bruch in das Leverkusener Spiel, so dass am Ende ein auch in der Höhe verdientes 31:18 zu Buche stand.

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Milica Danilovic
Photo: Thorsten Helmerichs