15.05.2015 19:06 Uhr - DHB-Pokal - HBF

Berlin verliert "zu hoch", Buxtehude spürt "Rückhalt des achten Mannes"

Anna EberAnna Eber
Quelle: Steffen Wollmann, www.namlow.de
„Die Niederlage ist am Ende zu hoch ausgefallen“, bilanzierte Anna Eber das 22:34 gegen den Buxtehuder SV. „Wir haben uns gut verkauft, sind dann aber zum Ende eingebrochen.“ So wurde es dann doch das rauschende Handballfest für das „Heimteam“ Buxtehuder SV.

„Wir hatten in der ersten Viertelstunde keinen Zugriff auf den Berliner Rückraum“, so Buxtehudes Trainer Dirk Leun. „Wir haben dann die Abwehr umgestellt und sind dadurch dann ins Tempospiel gekommen.“ „Wir haben nach den Ausfällen von Stefanie Melbeck und Ulrika Agren schon damit gerechnet, dass Buxtehude mit der offensiven Abwehr anfängt“, so Berlins Coach Lars Melzer. „Mit der 1. Halbzeit kann ich absolut leben, auch wenn wir die Siebenmeter weggelassen haben. In der zweiten Halbzeit war dann aber zu wenig Bewegung ohne Ball und wir haben in den Zweikämpfen zu viel Kraft gelassen.“

Bis zum 10:8 lief es für die Berliner nach Plan, dann aber gab Lenz die entscheidenden Impulse. „Auch dank einer Antje Lenz, die sich gesteigert hat und nicht nur aufgrund ihrer fünf gehaltenen Siebenmeter“, so Leun dessen Team dann nach der Pause schnell für klare Verhältnisse (14:23) sorgte. „Als wir den Lauf hatten, da haben wir dann auch den Rückhalt des achten Mannes gespürt“, so Isabell Klein zur Rolle des Heimfaktors, der auch im Finale eine entscheidende Rolle spielen können. „Es liegt nun an uns, ob wir vor einem Heimpublikum den Titel gewinnen können“, so Dirk Leun.

Auch für die Füchse ist das Wochenende noch längst nicht beendet. „Wir haben uns seit langem auf dieses Wochenende gefreut, es macht Spaß hier zu sein“, so Anna Eber, die versprach. „Wir wollen auch morgen noch einmal im Spiel um Platz drei alles geben.“ Ob es dann gegen den VfL Oldenburg oder den Thüringer HC geht, ist noch ungewiss. Die Füchse allerdings werden auch diesmal wieder als Außenseiter starten.