02.05.2015 21:23 Uhr - 1. Bundesliga - frh

Oldenburg mit glücklichem Sieg in Göppingen

Carolin Müller war die beste Torschützin der OldenburgerinnenCarolin Müller war die beste Torschützin der Oldenburgerinnen
Quelle: groundshots.de
Vor dem Spiel hatten die Experten wohl mit einem deutlichen Ausgang der Partie zwischen dem Abstiegskandidaten und der Spitzenmannschaft gerechnet, doch daraus wurde bereits ab Mitte der ersten Halbzeit nichts. Oldenburg war zwar überlegen, was die Wechselmöglichkeiten anging, doch die Göppingerinnen hielten mit Kampfgeist und Willen dagegen. So entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, welches am Ende mit Oldenburg den glücklichen 24:2 (11:13) Sieger fand. Beste Spielerin bei den Gastgerberinnen war Jessica Jochims, die zahlreiche Paraden vorweisen konnte. Zudem traf Nicole Dinkel insgesamt neun Mal. Auf Oldenburger Seite wussten neben Haupttorschützin Carolin Müller (9) vor allem Kim Birke mit fünf und Julia Wenzl mit sechs Toren zu gefallen.

Bei schönem Wetter fanden nur etwas mehr als 500 Zuschauer den Weg in die EWS-Arena um sich den Kampf gegen den Abstieg der Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen anzuschauen. Zu Beginn allerdings hatte dieses Spiel auch nicht mehr Zuschauer verdient, da sich beide Mannschaften in technischen Fehlern und Fehlwürfen förmlich überboten. Vor allem die Göppingerinnen, die kurzfristig auch noch auf Maike Daniels und Anouk van der Wiel verzichten mussten, hatten hier eine hohe Ausbeute. So war es auch nicht verwunderlich, dass Caroline Müller nach zehn Minuten die erstmalige Führung von vier Toren für die Gäste herauswerfen konnte, als sie aus dem Rückraum zum 3:7 einnetzte.

Doch nun wachten auch die Gastgeberinnen auf. Vor allem die zahlreichen Paraden der starken Jessica Jochims führten dazu, dass Göppingen beim 6:9 nach siebzehn Minuten durch einen verwandelten Starfwurf von Michael Hrbkova wieder im Spiel war. Doch damit nicht genug eine Miniserie durch Ania Rösler, Nicole Dinkel und erneut Hrbkova sorgte nach 22 Minuten für aufgehellte Mienen in der Halle und bei den Verantwortlichen der Grün-Weißen. Eine erneute Schwächephase der Göppingerinnen nutzten die Oldenburgerinnen ihrerseits um bis zur Halbzeit auf 11:13 durch Tore von Maike Schirmer und Angie Geschke davon zu ziehen. Mit der Sirene entschieden die Unparteiischen noch auf Strafwurf. Doch Michaela Hrbkova, die bis dato alle sicher verwandelt hatte, verwarf und so verpassten die Göppingerinnen eine weitere Chance, um näher heran zu kommen.

Die zweite Halbzeit begann ebenfalls mit einem Paukenschlag als Michael Hrbkova einen Hammer auspackte und so ihren Fehlwurf aus der ersten Halbzeit vorerst vergessen machte. Julia Wenzl stellte postwenden den alten Abstand wieder her. Danach folgten erneut einige erfolglose Angriffsversuche beider Seiten, was jedoch auch den starken Abwehrreihen und insbesondere Jessica Jochims geschuldet war, die die Oldenburger Angreiferinnen nahezu zur Verzweiflung trieb. Göppingen verpasste es mehrfach auszugleichen und so war es ersneut Caroline Müller, die zum 13:15 treffen konnte. Dieser Vorsprung hielt bis zum 14:16 durch Julia Wenzls Tor zum 14:16.

Doch nun kam die Phase, in der bei Nicole Dinkel alles klappte. Zwei verwandelte Strafwürfe und ein hart erkämpftes Tor gegen nahezu die komplette Gästedefensive beschehrten den Damen von Aleksandar Knezevic die erste Führung in der gesamten Partie. Als dann nach einer weiteren Parade von Jessica Jochims Ana Petrinja das 18:16 erzielte, bebte die Halle und zwanzig Minuten vor dem Ende glaubten die Fans wieder an den Sieg ihrer Mannschft. Fünf Minuten später jedoch war es mit der Herrlichkeit bereits wieder vorbei, da Iris Guberinic berechtigterweise den roten Karton sah und Caroline Müller vom Punkt das 18:18 erzielen konnte.

Nun stand das Spiel endgültig auf des Messers Schneide und beide Mannschaften kämpften um jeden Millimeter des Spielfeldes. Bei den Gastgeberinnen machte sich jedoch der Kräfteverschleiß bemerkbar. Zwar konnte die starke Nicole Dinkel ihre Mannschaft nochmals per Strafwurf in Front bringen, doch dann übernahmen die Oldenburgerinnen wieder das Kommando und konnten zwei Minuten vor dem Ende nach einem Doppelschlag der überragenden Caroline Müller mit 23:25 in Front gehen. Ana Petrinjas Tor zum 24:25 hatte nur noch statistischen Wert, da Oldenburgs letzter Angriff zwar verpuffte, doch Göppingen auch nicht mehr in eine gute Wurfposition kam und somit die zwei Punkte ziehen lassen musste.