01.05.2015 19:37 Uhr - 1. Bundesliga - Ole Rosenbohm

Oldenburg reist zu abstiegsbedrohten Göppingerinnen

Leszek KrowickiLeszek Krowicki
Quelle: Hermann Jack
Bei Frisch Auf Göppingen bestreiten die Handballerinnen des VfL Oldenburg am morgigen Samstag (2.5.2015, 19.30 Uhr) ihr nächstes Bundesligaspiel. Mit einem Sieg am viertletzten Spieltag würden die Oldenburgerinnen den fünften Tabellenplatz behalten. Die abstiegsbedrohten Göppingerinnen haben als Tabellenelfte nur einen Vorsprung von einem Punkt auf den Tabellen-13. Koblenz und Schlusslicht Celle.

Das Hinspiel gewann der VfL mit 32:27, musste in der Partie am 11. Januar allerdings mit Startschwierigkeiten klarkommen. Göppingen setzte sich früh ab (4:0/4. Minute) und führte nach 16 Minuten noch mit 12:7. „Das soll uns diesmal nicht passieren“, sagt VfL-Trainer Leszek Krowicki. „Wir sind gewarnt – weil Frisch Auf immer schon zu Hause sehr gefährlich ist und wir es mit einem Gegner zu haben, der mit dem Rücken zur Wand steht.“

Umso mehr gilt das, seit Frisch Auf die beiden gewonnenen Punkte aus dem 26:24-Erfolg gegen den die mit dem VfL fast auf Augenhöhe agierende HSG Blomberg abgezogen wurden. Frisch Auf hatte die Halbrechte Julia Schraml auf den Spielberichtsbogen gesetzt – und zwar schon das dritte Mal nach ihrem 18. Geburtstag. Da Schraml offenbar keinen HBF-Pass besitzt, war das genau ein Mal zu viel nach Beginn ihrer Volljährigkeit, findet der Ligaverband. Frisch Auf kündigte einen Einspruch vor dem Bundessportgericht des Deutschen Handball-Bundes an.

Als sportlich ungemein wichtig darf die Linkshänderin noch nicht bezeichnet werden, auch wenn sie sicher talentiert ist. Aber gegen Blomberg spielte sie keine Sekunde, auch im Hinspiel in Oldenburg saß die Linkshänderin nur auf der Bank. Insgesamt warf Schraml erst ein Saisontor.

Bis auf die verletzte Silje Svendsen und Sabrina Neuendorf, die in dieser Saison wohl nur noch beim Pokal-Final-Four in Hamburg am 15. und 16. Mai auflaufen wird, sind beim VfL alle Spielerinnen fit. „Wir nehmen den Gegner ernst und lassen uns nicht vom Tabellenplatz blenden. Aber unser Ziel ist es, beide Punkte mitzunehmen“, sagt Krowicki.