05.04.2015 17:26 Uhr - 1. Bundesliga - fcb

Auch Nachwuchs überzeugt: Leverkusen demontiert Göppingen

Jennifer RodeJennifer Rode
Quelle: Heinz Zaunbrecher
Nur ganz am Anfang ließ Leverkusen Göppingen am Spiel teilnehmen. Nach dem 8:7 kauften die Rheinländerinnen den Schwäbinnen schon in den verbleibenden 17 Spielminuten der ersten Halbzeit den Schneid ab. Beim Spielstand von 22:12 wurden die Seiten gewechselt. Bei den Gastgeberinnen stachen, fünf Tage nach der Kreuzbandriss-Diagnose für Jochin, neben der starken Abwehr Jennifer Rode und Kim Nadizinavicius im Angriff hervor. Immer mehr setzte Renate Wolf im weiteren Verlauf auf den Nachwuchs. Leverkusen zog über 60 Minuten voll durch und fährt gegen Göppingen einen 41:23-Kantersieg ein. Göppingen erlebt einen Rückschlag, wobei Jessica Jochims durchspielen musste, weil Melanie Herrmann ausgefallen war.

Leverkusen verbuchte den besseren Start in die Partie. Jennifer Rode, Kim Naidzinavicius und Jenny Karolius legten eine 3:1-Führung vor. Aber Göppingen ließ sich in der frühen Phase nicht abhängen. Seline Ineichen und Nicole Dinkel erzielten bis zum 4:3 die Anschlusstreffer. Und auch von einem Leverkusener Doppelschlag ließen sich die Schwäbinnen nicht beirren. Dabei gab Leverkusen weiter den Ton an. Nach elf Minuten stellten Karolius und Rode auf 8:5 und nach einer Viertelstunde hieß es 10:7 für die Spielerinnen von Renate Wolf. Wieder hatte die Werkselfen zweimal nacheinander getroffen, ohne ein Göppinger Gegentor. Aleksandar Knezevic unterbrach das Spiel.

Es nutzte nichts, die Filstälerinnen vergaben auch diesen Angriff. Stattdessen sorgte Pia Adams im Gegenzug beim 11:7 für die erste Vier-Tore-Führung der Hausherrinnen. Assina Müller baute die Serie der Rheinländerinnen anschließend auf 4:0 Tore aus. Göppingens Nicole Dinkel vergab kurz darauf einen Strafwurf. Die Göppingerinnen schienen völlig aus der Spur geraten zu sein. Michaela Hrbkovas 13:8-Treffer schien lediglich einem Strohfeuer zu gleichen. Die folgende Überzahl nutzte Leverkusen, um die Weichen schon nach zwanzig Spielminuten vollends auf Sieg zu stellen: Kim Naidzinavicius und Jennifer Rode besorgten die 16:8-Führung. Der Tabellensechste trumpfte auf.

Göppingen zeigte angesichts des hohen Rückstands Moral. Zeitstrafen gegen Karolius und Adams zeugten von der Kampfkraft bei den Gästen. Allerdings lief im Angriff der Schwäbinnen nicht mehr viel zusammen. Leverkusens Renate Wolf konnte den großen Vorsprung ihres Teams daher nutzen und brachte frühzeitig Wechselspielerinnen, die ihrerseits das Vertrauen der Trainerin zurückgaben. Elisa Burkholder erzielte nach 25 Minuten beim 19:9 die erste Zehn-Tore-Führung der Werkselfen, Johanna Heldmann gelang ein Doppelschlag zum 22:10. Leverkusen zeigte eine gute Deckungs- und Angriffsleistung, bei nur vier Gegentreffern in 15 Minuten, danach verkürzte Göppingen auf 22:12.

Mit diesem Spielstand ging es in die Kabine. Leverkusen konnte dann den alten Zwölf-Tore-Vorsprung binnen kaum einer Minute wiederherstellen. Und die Werkself gab weiter Gas. Jennifer Rode mit ihrem siebten und Kim Naidzinavicius mit ihrem sechsten Treffer besorgten nach 36 Minuten die 27:13-Führung. Für Göppingen deutete alles auf ein Debakel hin, das Ana Petrinja mit ihrem Doppelschlag zum 27:15 abzuwenden versuchte. Schließlich müssen die Schwäbinnen im Kampf um den Klassenerhalt auch ihr Torverhältnis im Auge behalten. Iris Guberinic und abermals Ana Petrinja zeugten mit weiteren Treffern zum 28:17 von dieser positiven Einstellung.

Dann war es wieder eine Zeitstrafe gegen Göppingen, die Leverkusen in die Hände spielte. Die 19-jährige Ramona Ruthenbeck hatte bei der Werkself die Spielregie übernommen und zeichnete nach 45 Minuten mit dem 33:18 für die erste 15-Tore-Führung verantwortlich. Göppingen hatte weiterhin große Probleme angesichts der übermächtigen Leverkusenerinnen, Julia Schraml netzte immerhin zum 34:21 ein. Renate Wolf griff zum zweiten Mal zur Grünen Karte. Ihr Appell, die Konzentration zu bewahren, kam an: Heldmann, Ruthenbeck und Burkholder stellten in der „Jugend forscht“-Aktion auf 37:21. Und danach wurden die Gäste vollends auseinandergenommen, Leverkusen siegt mit 41:23.