05.04.2015 17:01 Uhr - 1. Bundesliga - Rosenbohm, PM VfL, red

Sabrina Neuendorf nach ihrem Comeback: "Ein schönes Spiel, das hat Spaß gemacht"

Sabrina NeuendorfSabrina Neuendorf
Quelle: Hermann Jack
"Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft", sagt Gästetrainer Leszek Krowicki nach dem ungefährdeten 35:26 des Buxtehuder SV in Koblenz und hob eine Spielerin extra hervor: "Es ist unglaublich, wie sich Sabrina Neuendorf in das Spiel integriert hat", fügt er an. Neuendorf war wegen der anhaltenden Verletzungssorgen bei den Oldenburgern in der vergangenen Woche – nach rund zwei Jahren Pause – reaktiviert worden und fügte sich nahtlos in das Spiel des VfL ein.

Sabrina Neuendorf hatte sich nach der Verletzung von Angie Geschke bereit erklärt, zurück ins Team zu kommen. Die 30-jährige Ex-Nationalspielerin betrat das erste Mal nach einer Viertelstunde das Spielfeld. In der Folge wechselte sie sich mit Thalke Deters ab – Deters in der Abwehr, Neuendorf zusammen mit Wenzl und Caroline Müller im Angriff. In Minute 22 warf sie ihren ersten Treffer. Bejubelt wurde er von etwa zwanzig VfL-Anhängern, die der ehemaligen VfL-Mannschaftskapitänin auch ein Transparent gewidmet hatten: "Ein Traum wird wahr – Sabrina ist wieder da."

Ihr Auftreten wirkten so, als sei sie nie weg gewesen, kommentierte VL-Pressesprecher Tobias Wachner. VfL-Trainer Krowicki sagte, sie sei sofort im Spiel gewesen – ein Verdienst, so der Coach, ihrer Erfahrung und Intelligenz. Krowicki lobte die gesamte Mannschaft für einen höchst überzeugenden Auftritt: "Ich bin sehr zufrieden. Die Umstände waren nicht einfach. Koblenz hatte zuletzt zweimal unentschieden gespielt, bei uns fehlte dann auch noch Kim. Aber die Mannschaft hat als Kollektiv gearbeitet und ist sehr konzentriert aufgetreten. Jede einzelne hat ein starkes Spiel abgeliefert."

"Ein schönes Spiel, das hat Spaß gemacht", sagte Neuendorf, die erst am Tag vor dem Spiel das erste Mal mit der Mannschaft trainiert hatte. "Die Mannschaft hat mich toll aufgenommen – herzlich und mit offenen Armen –, und ich möchte gerne helfen, dass sie ihren Traum wahrmachen kann und sich für einen europäischen Wettbewerb qualifiziert. Ich merke aber auch, und das sehen alle, die etwas von Handball verstehen, dass zwei Jahre seit meinem letzten Bundesligaspiel vergangen sind."