21.10.2006 19:21 Uhr - 2. Bundesliga Nord - Heiner Lehmann - handball-world.com

Spreebirds holen ersten Auswärtssieg

Juliane Rüh überzeugte nicht nur in der Abwehr, sondern auch mit sieben Treffern vom Kreis.Juliane Rüh überzeugte nicht nur in der Abwehr, sondern auch mit sieben Treffern vom Kreis.
Quelle: sportseye.de
Die Berliner Spreebirds konnten am Samstagabend in Recklinghausen ihren dritten Saisonsieg und dabei dem ersten Auswärtserfolg feiern. Mit einer konzentrierten Leistung erarbeiteten sich die Schützlinge von Trainer Peter Melzer aus einer wachsamen und sich im Spielverlauf noch steigernden 5:1-Abwehr bereits zur Pause eine Sechs-Tore-Führung und fuhren am Ende einen zu keiner Zeit gefährdeten 36:29-Sieg ein.

Dabei schienen die Gäste aus der Hauptstadt anfangs nur wenig Druck aus dem Rückraum entwickeln zu können. Einzig Christine Beier konnte in den ersten Minuten Akzente setzen, während ihre Rückraumkolleginnen Romy Schöner und Maria Bohle noch keine große Wirkung erzielten. Doch bereits in dieser noch ausgeglichenen Phase des Spiels gelangen den Berlinerinnen immer wieder wirkungsvolle Anspiele zu Juliane Rüh am Kreis oder Juliane Lang auf Rechtsaußen. Entscheidend für den Erfolg der Spreebirds wirkte sich dabei eine deutliche Reduzierung der technischen Fehler im Vergleich zu den bisherigen Spielen aus. Die Gastgeberinnen dagegen zeigten sich im Spielaufbau sehr unsicher und ließen sich von der BVG-Abwehr immer wieder sehr schnell zu Fehlpässen verleiten. Diese wurden häufig zur Beute der schnellen Stefanie Steinbrecher, die vier ihrer sieben Tore per Tempogegenstoß markierte.
  

Der deutliche Pausenstand gab den Gästen von der Spree weiteren Auftrieb, sodaß sie sich in der 2. Halbzeit mit bis zu zehn Toren absetzen konnten. Dabei konnte sich vor allem Svenja Lorenz mehrere Male gut in Szene setzen. Bei den Gastgeberinnen war es vor allem Christina Weber, die aus dem Rückraum für Torgefahr sorgte. Um die Niederlage weiter einzugrenzen oder gar zu verhindern, fehlten den PSV-Damen an diesem Abend die Mittel. Auch dieAnfang der Saison aus Dortmund nach Recklinghausen gewechselte, erstligaerfahrene Kreisläuferin Birte Tesch konnte sich nur dreimal in die Torschützenliste eintragen. Ein doppeltes Unterzahlspiel der Gäste ließ die Schützlinge von Anja Plogmaker zwar noch einmal etwas aufschließen. Jedoch sahen sie sich wenig später durch die sehr konsequent gepfiffene Progressivität der beiden souverän und unauffällig agierenden Unparteiischen Brandt/Veith aus Vlotho selbst gar in dreifacher Unterzahl.
  
Am Ende setzte sich die junge Mannschaft aus der Hauptstadt auch in der Höhe verdient souverän durch und verbesserten sich so vom 11. auf dem 9. Tabellenplatz und halten so den Anschluß den oberen Tabellenbereich.

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