01.03.2015 11:47 Uhr - 1. Bundesliga - PM VfL, abe, red

Verfolgerduell in Leverkusen: Oldenburg gastiert beim Tabellensechsten

Leszek KrowickiLeszek Krowicki
Quelle: Hermann Jack
In der Handball-Bundesliga tritt der VfL Oldenburg am Sonntag bei Bayer Leverkusen an. Es ist das Duell zwischen dem Tabellensechsten und der aktuellen Nummer Vier der Liga. Beide Teams trennen nur drei Minuspunkte. Und, es ist ein Klassiker: Allein in den vergangenen sechs Spielzeiten standen sich die Leverkusener Werks-Elfen und der VfL Oldenburg 22-mal gegenüber, die Statistik spricht mit 11:9 zugunsten des VfL, zwei Partien endeten mit einem Unentschieden.

"Das ist ein Gegner auf Augenhöhe", sagt VfL-Trainer Leszek Krowicki. "Wer den besseren Tag hat, wird die Partie gewinnen." Krowicki stehen in Leverkusen bis auf die Langzeitverletzte Silje Svendsen voraussichtlich alle Spielerinnen zur Verfügung. Dazu gehört auch Kim Birke, die unter der Woche wegen Krankheit das Training ausfallen lassen musste.

Leverkusen befindet sich offenbar in guter Verfassung. Zuletzt gewann das Team von Cheftrainerin Renate Wolf mit 34:30 bei der SG BBM Bietigheim, davor scheiterten die „Elfen“ im EHF-Pokal-Achtelfinale nur knapp am Meisterschaftskandidaten Buxtehuder SV (31:29, 29:34). Mut dürfte den Oldenburgerinnen auch die Erinnerung ans Hinspiel machen. "Das war eines unserer besten Saisonspiele", sagt Krowicki über das 34:26 in der heimischen EWE Arena. Zur Pause hatte der VfL damals schon mit 17:9 geführt.

In diese Saison ist Oldenburg angesichts der eingespielten und routinierten Mannschaft aus Sicht der Leverkusenerinnen allerdings in der Favoritenrolle, daraus macht Elfen-Trainerin Renate Wolf auch gar keinen Hehl. "Oldenburg spielt einen modernen Handball mit hohem Tempo, zudem hat mein Trainerkollege Leszek Krowicki viele ausgezeichnete Einzelkönner in seinem Team." Wolf fügt an: "Wir haben in der Hinrunde gesehen, wie stark und schnell Oldenburg spielt, ich erinnere daran, dass wir dort zu Halbzeit mt 9:17 zurückgelegen und am Ende mit 26:34 verloren haben."

Gegen keine Mannschaft hat der VfL in der Vergangenheit so häufig gespielt wie gegen Bayer 04. Nicht nur, dass sich beide Vereine schon in den 1980er Jahren in der damals zweigeteilten Bundesliga viele Duelle geliefert hatten (damals mit dem meist besseren Ende für Leverkusen), in den Spielzeiten seit 2009/10 trafen die Klubs in jeder Saison in den Playoffs nach der Hauptrunde aufeinander.

Dreimal setzte sich dabei Leverkusen durch, einmal Oldenburg. In der vergangenen Spielzeit wurde nach der Hauptrunde statt den K.O.-Playoffs eine Meisterrunde der besten sechs Teams ausgetragen. Hier gewann jeweils die gastgebende Mannschaft. Seit 2009/10 trafen Leverkusen und Oldenburg so in 22 Partien aufeinander. In elf Spielen siegte der VfL, in neun die „Elfen“. Zwei Begegnungen endeten mit einem Unentschieden. Leverkusen will nun einen weiteren Sieg. "Dafür müssen wir sechzig Minuten lang Gas geben und uns keine Fehler erlauben, denn die bestraft Oldenburg sofort", sagt Renate Wolf. Die Leverkusener Chefin hat bis auf Natalie Adeberg, die ihre Kreuzband-OP am Donnerstag gut überstanden hat, alle Spielerinnen an Bord.