22.02.2015 14:00 Uhr - 1. Bundesliga - abe, TSV, red

Werks-Elfen gewinnen dank geschlossener Teamleistung in Bietigheim

Jennifer RodeJennifer Rode
Quelle: groundshots.de
Mit einem 34:30 (16:14)-Sieg kehrten die Leverkusener Werks-Elfen von ihrem Bundesliga-Gastspiel bei der SG BBM Bietigheim zurück. "Meine Mannschaft hat wirklich sehr gut gespielt", sagte Trainerin Renate Wolf: "Ich habe eine stark verbesserte Abwehr und eine insgesamt geschlossene Teamleistung gesehen." Während die Gastgeberinnen als Tabellenzehnter weiter im Abstiegskampf stecken, verteidigte Leverkusen mit dem Erfolg den sechsten Tabellenplatz und bleibt im Rennen um einen Startplatz im internationalen Wettbewerb.

Nach zwei Siegen in Folge war die Serie der SG BBM Bieitgheim in der Vorwoche von den starken Oldenburgerinnen gestoppt worden, gegen Bayer Leverkusen wollten die Gastgeberinnen nun wieder daran anknüpfen. Der erste Treffer war zwar den favorisierten Gästen gelungen, doch nach dem 1:2 setzte Bietigheim dann zu einem Lauf an, vier unbeantwortete Treffer gelangen und sorgten für ein 5:2. Leverkusen war unter Druck, kam aber durch Anne Jochin und Assina Müller wieder auf ein Tor heran.

Beim Stand von 9:8 in der 17. Minute lag das Team der SG BBM Bietigheim letztmals in Führung, danach übernahmen die Elfen das Kommando und ließen sich die Partie nicht mehr aus der Hand nehmen. Naidzinavicius, Jochin und Rode trafen aus allen Lagen, die Abwehr hatte Bietigheims Toptorjägerin Zana Maric gut im Griff. Die Linkshänderin, erfolgreichste Werferin der Schwaben im bisherigen Saisonverlauf, kam insgesamt nur zu drei Treffern, einen davon erzielte sie per Siebenmeter. Wolf hatte ihre Spielerinnen im Vorfeld vor allem vor der torgefährlichen Kroatin gewarnt, und ihre Mannschaft nahm sich das zu Herzen. Treffsicherste Bietigheimer Werferin war die dänische Rückraumspielerin Simone Larsen Poulsen mit acht Toren.

Aus dem 8:9 war ein 12:9 geworden und diese Führung verteidigte Leverkusen bis zum 14:12-Pausenstand. Auch im zweiten Abschnitt gabend ie Gäste das Spiel nicht mehr aus der Hand. In Überzahl setzten sie sich beim 18:14 schnell wieder auf vier Tore ab, beim 23:15 waren es neun Minuten nach Wiederbeginn bereits acht Treffer Differenz. Bietigheim gab sich nicht auf und kämpfte verbissen, als Simone Larsen Poulsen das 29:25 erzielte, keimte fünf Minuten vor dem Ende noch einmal Hoffnung auf - allerdings nur kurzzeitig, denn Anne Jochin und Jennifer Rode hielten die Gäste auf Kurs. Und auch als Gina Lorentsen den Abstand dann beim 32:29 auf drei Tore verkürzte, ließ sich Leverkusen nicht mehr aus dem Tritt bringen. Kim Naidzinavicius traf auf der Gegenseite und sorgte so noch vor dem Beginn der letzten Minute für die endgültige Entscheidung auf dem Weg zum 34:30-Erfolg.

Das Leverkusener Rückraum-Trio mit der grandios auftrumpfenden Nationalspielerin Kim Naidzinavicius (10/2 Tore), Linkshänderin Jennifer Rode (9) und Anne Jochin (9/3) lieferte die Tore, am Kreis leisteten Spielführerin Jenny Karolius und Anna Seidel die Vorarbeit und bekamen zudem etliche Siebenmeter zugesprochen, und hinter der Abwehr war Torhüterin Valentyna Salamakha ein verlässlicher Rückhalt. "Die Mannschaft hat alles umgesetzt und alle taktischen Vorgaben erfüllt", sagte Renate Wolf: "Selbst als wir in der Schlussphase häufig in Unterzahl waren, haben wie das hervorragend kompensiert." Auf die Elfen warten nun am kommenden Sonntag das Duell mit dem VfL Oldenburg.