13.02.2015 13:16 Uhr - 1. Bundesliga - HP Vulkan-Ladies, red

Dora Varga: "Abstiegskampf ist Kopfsache!"

Dora VargaDora Varga
Quelle: groundshots.de
Die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern wollten zu Beginn der Saison 2014/15 nicht nur nach vorne, sondern auch nach oben schauen. Doch daraus wurde erst einmal nichts: Der Auftakt der Saison ging daneben, die Handballerinnen haben erst fünf Punkte auf der Habenseite und stehen derzeit am Tabellenende. Das rettende Ufer ist allerdings noch in Sichtweite und den Kampf wollen die Vulkan-Ladies annehmen. "Jede von uns hat begriffen, worum es geht", erklärt Dora Varga, die im Sommer 2013 in die Bundesliga gewechselt war.

"Wir spüren, dass er viel mit uns vorhat", blickt Dora Varga auf die Arbeit unter dem neuen Trainer Caslav Dincic. "Im Training gibt er uns direktes Feedback. Das ist manchmal hart für uns Spielerinnen, aber wir lernen sehr schnell und viel. Wir sind immer in Bewegung – mit Ball und ohne. Es ist spürbar anders; anders als in der Saison zuvor und zu Beginn dieser Saison", berichtet die 23-Jährige,

"Caslav Dincic steht für die serbische Handballschule. Ich komme aus Ungarn, da wird ähnlich trainiert. Das kommt mir ein Stück entgegen, denn das kenne ich. Unsere Freiheiten auf dem Feld, die wir noch zu Beginn der Saison hatten, sind eingeschränkt. A ist jetzt A, B ist B. Die Grenzen sind enger bei einander. Damit komme ich gut zurecht", führt Varga weiter aus.

Mit 59 Treffern ist Dora Varga, die im Sommer 2013 vom ungarischen Club Kiskunhalas NKSE in die deutsche Bundesliga wechselte, beste Schützin ihres Teams. Ihre Leistungen waren aber teils schwankend, in zwei Spielen kam sie beispielsweise auf eine zweistellige Trefferzahl, in anderen waren es nur ein oder zwei Tore. "Ich bin immer motiviert. Aber in den Spielen, war ich vom Kopf echt blockiert", zeigt sich die Ungarin selbstkritisch und erklärt: "Der Druck ist extrem hoch. Ich habe mir in der letzten Zeit viele Sorgen gemacht. Ich habe gegrübelt, wie es mit uns weiter geht, wie die Zukunft aussieht."

Varga hat aber daran gearbeitet und sieht nun optimistisch auf die nächsten Aufgaben: "Ich habe dann mit unserem Sportdirektor Jan Reuland gesprochen. Die Gespräche haben mir sehr geholfen und ich bin fest davon überzeugt, dass es wieder bergauf geht. Das spüre ich auch im täglichen Training." Und dies sei auch im gesamten Team zu bemerken: "Jede von uns hat begriffen, worum es geht. Die Stimmung im Team ist gut." Unter dem neuen Trainer sei vieles vom Ablauf neu, dies habe Zeit benötigt erklärt die Ungarin und kündigt an: "Wir müssen lernen, wieder aggressiv zu sein, wieder motiviert zu sein. Wir werden kämpfen bis zum Umfallen. Wir müssen und werden uns die verlorenen Punkte zurückholen. Dafür werden wir alles geben."

"Ich bin vor kurzem mit meinem Freund zusammengezogen. Das gibt mir wahnsinnig viel Power", berichtet Dora Varga zudem auch von positiven Entwicklungen im Privatleben. "Es ist schön, mit jemandem zusammen zu wohnen. In der letzten Saison war ich oft allein, das war nicht so gut. Aber jetzt ist alles gut. Wir reisen viel zusammen, wenn es die Zeit zulässt. Oder wir sind gemeinsam in Koblenz unterwegs", berichtet die Ungarin und fügt an: "Die Stadt, die Region und die Menschen sind mir mittlerweile echt ans Herz gewachsen."