24.01.2015 19:43 Uhr - 1. Bundesliga - Ole Rosenbohm, VfL

Oldenburg empfängt Tabellennachbarn

Anna Loerper wechselte von Oldenburg nach MetzingenAnna Loerper wechselte von Oldenburg nach Metzingen
Quelle: Heinz Zaunbrecher
Es geht eng zu zwischen dem VfL Oldenburg und dem TuS Metzingen. Schon vergangene Saison trennte die beiden Mannschaften nur ein Platz – der VfL wurde Fünfter, Metzingen Sechster. Und auch diese Saison scheinen die Vereine ein ähnliches Niveau zu vertreten, haben nach elf und zwölf Spielen in der Handball-Bundesliga jeweils erst sieben Minuspunkte zugelassen. Die Begegnung am kommenden Sonntag (25.1.2014, 15 Uhr, EWE Arena) ist somit auch ein Duell der Tabellennachbarn (Fünfter gegen Vierter).

Auch die Bilanz der letzten drei Wochen ist annähernd gleich: Seit dem Liga-Neustart am 30. Dezember sammelten beide Mannschaften in vier Pflichtspielen zwei Siege und zwei Niederlagen. Metzingen setzte sich dabei zuletzt im Derby gegen die SG BBM Bietigheim mit 28:22 durch. Wohl ebenso wichtig wie der Sieg war der Fakt, dass auch das Zuschauerinteresse bei 2500 Besuchern beim Ausflug ins nahe gelegene Tübingen gut war.

Mit dem derzeit vierten Tabellenplatz ist die TuS drauf und dran, sich erneut zu verbessern. Der Aufstieg gelang dem vom Ungar Ferenc Rott geführten Klub 2012, seitdem platzierte sich das Team auf den Rängen 10 und 6. Eine jüngst veröffentlichte Personalentscheidung machte deutlich, dass die Entwicklung keineswegs abgeschlossen sein soll. Denn für den keineswegs erfolglosen Coach Alexander Job kommt der Ungar Csaba Konkoly, der von 2007 bis 2011 den europäischen Spitzenklub ETO Györi zu vier ungarischen Meisterschaften führte sowie 2009 ins Finale der Champions League.

Für den VfL bedeutet die Partie mit Metzingen auch ein Wiedersehen mit seiner ehemaligen Spielmacherin Anna Loerper, eine von gleich fünf Teilnehmerinnen aus Metzingen bei der Europameisterschaft im Dezember: Jasmina Jankovic stand für die Niederlande im Tor (im Duo mit Oldenburgs Tess Wester), Bernadett Temes verpasste mit Ungarn knapp das Halbfinale und Loerper (9 Tore), Marlene Zapf (15) sowie Shenia Minevskaja (16) spielten für Deutschland. Minevskaja führt mit 100 Toren in zwölf Partien zudem die Bundesliga-Torschützinnenliste an.

Anders als Metzingen musste der VfL zuletzt eine Niederlage hinnehmen – und zwar eine deftige. „Wir hätten Vieles besser machen können“, sagt Trainer Leszek Krowicki im Rückblick auf die 26:35-Niederlage beim HC Leipzig am vergangenen Samstag. „Aber auswärts kannst du auch verlieren gegen so eine Klasse-Mannschaft.“ Nun gelte es, nach vorne zu schauen. „Wir treffen auf einen guten Gegner. Wir wissen aber auch, dass wir stark genug sind, Metzingen zu schlagen. Und das ist auch unser Ziel.“