05.01.2015 15:22 Uhr - 1. Bundesliga - dsc

"No Go" - Trainer Alexander Job verteidigt Shenia Minevskaja

Shenia Minevskaja im NationaltrikotShenia Minevskaja im Nationaltrikot
Quelle: sportseye.de
Es war kein einfaches Spiel für Shenia Minevskaja. Im Pokal war die Nationalspielerin mit der TuS Metzingen bei ihre Ex-Club Thüringer HC zu Gast. Eine Woche nach Bekanntgabe des Wechsels zum HC Leipzig hatte im Vorfeld der Partie der THC seinen Unmut geäußert, der Deutsche Meister hatte auf eine Rückkehr der Rückraumspielerin gehofft. Metzingens Coach Alexander Job stellte sich unterdessen schützend vor seine Spielerin.

"Ich schätze Herbert sehr und halte ihn für einen der besten Trainer der Bundesliga. Was aber vorher gesagt wurde über den Wechsel von Shenia, halte ich für ein No-Go", erklärte Alexander Job in Anspielung auf Müllers Aussage. "Was Shenia hier gemacht hat, ist ein No-Go. Ich bin sehr enttäuscht und kann es nicht verstehen", hatte der THC-Coach zuvor erklärt - wir berichteten.

Die TuS Metzingen hatte sich aufgrund eines eigenen Angebots zwar ebenfalls überrascht gezeigt, die Entscheidung der Spielerin aber nicht öffentlich kritisiert. "Einen sportlichen Wechsel für eine Debatte über den Charakter zu nutzen, geht gar nicht. Shenia ist ein sehr toller Mensch und ich genieße jede Sekunde mit ihr im Training", stellte Job auf der Pressekonferenz beim Thüringer HC klar.

"Shenia ist ein fantastischer Mensch und eine tolle Spielerin. Ich akzeptiere natürlich den Wechsel zum HC Leipzig", erklärte Herbert Müller im Anschluss und fügte an: "Shenia wird eine fantastische Handballspielerin werden. Darum geht es ja auch gar nicht, aber wenn ich gefragt werde, sage ich immer offen und ehrlich meine Meinung."

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