30.11.2014 16:40 Uhr - Europameisterschaft - Christian Stein

Zu viele Schwankungen - Deutschland unterliegt Rumänien auch im zweiten Duell

Katja Schülke zeigte im DHB-Tor eine starke LeistungKatja Schülke zeigte im DHB-Tor eine starke Leistung
Quelle: Heinz J. Zaunbrecher
Verbessert gegenüber dem Vortag, doch auch weiterhin mit zu vielen Fehlern auf beiden Spielfeldhälften musste sich Deutschland auch im zweiten Vergleich mit Rumänien geschlagen geben. Das Team von Heine Jensen unterlag in Hamm vor 1.910 Zuschauern mit 23:26 (10:13). Wie schon im ersten Vergleich war Kim Naidzinavicius mit fünf Toren erfolgreichste Torschützin. Bei der EM vom 7. bis 21. Dezember in Ungarn und Kroatien spielt das Team von Bundestrainer Heine Jensen in der Vorrunde gegen die Niederlande, Schweden und Kroatien.

Auf drei Positionen verändert gegenüber der Startformation zum Vortag, startete Deutschland in das zweite Duell gegen Rumänien. Laura Steinbach und Shenia Minevskaja auf den Halbpositionen sowie Anja Althaus am Kreis und Rechtsaußen Marlene Zapf waren die Konstanten zur Samstagspartie und das DHB-Team kam diesmal deutlich besser ins Spiel. Eine spektakuläre Parade von Katja Schülke gegen die gestern vierzehnmal erfolgreiche Cristina Neagu und der zweite Treffer von Kim Naidzinavicius sollte dem Team von Heine Jensen beim 3:2 die erste Führung – in beiden Vergleichen – bescheren.

Insgesamt war es ein temporeiches Duell auf Augenhöhe, das vor allem von Neagu und Naidzinavicius geprägt wurde und in der sich kein Team einen Vorteil erarbeiten konnte. Die 1.910 Zuschauer bekamen zahlreiche Treffer zu sehen, die Liebhaber einer körperbetonten Abwehr kamen allerdings kaum auf ihre Kosten. Rumänien legte nach dem 6:7 (13.) wieder vor und Heine Jensen nahm nach einer Viertelstunde die erste personelle Verändeurngen vor.

Dass man aber nach dem 7:9 nicht weiter in Rückstand geriet, hatte man vor allem Katja Schülke zu verdanken. Die Leipzigerin hielt mit ihren Paraden das Spiel offen und kaschierte so die schwache Chancenverwertung. Denn die DHB-Auswahl scheiterte nun wie schon am Vortag mehfach aus guter Position an Paula Ungureanu. Die Torhüterin aus Baia Mare ermöglichte ihrem Team zur Pause so eine Drei-Tore-Führung (10:13).

Nach dem Seitenwechsel ließ Rumänien seine Eckpfeiler Neagu und Ungureanu draußen. Darüber hinaus rocheirten beide Teams auf den Flügeln, wobei Heine Jensen auf der linken Außenbahn auf Anna Loerper setzte. Auf Halbrechts bekam wie schon in Krefeld Saskia Lang ihre Einsatzzeiten und beim 13:14 (35.) war der Anschluss wieder hergestellt. Allerdings fehlte in der Abwehr noch die Aggressivität, was vor allem Gabriela Perianu bestrafte.

Offensiv spielte man oft zu nah an der rumänischen Deckung und leistete sich so zu viele unnötige Ballverluste und geriet so immer weiter ins Hintertreffen. Beim 17:23 (53.) hatte dann auch das deutsche Trainergespann mit Heine Jensen und Maik Nowak genug gesehen und entschloss sich zu einer Auszeit. Diese zeigte zumindest offensiv Wirkung, doch füreine erfolgreiche Aufholjagd waren die Lücken in der Abwehr weiterhin zu groß. Erst in den letzten Minuten sollte durch drei Treffer von Geschke der Rückstand noch einmal auf zwie Trore schrumpfen, ehe Cristina Zamfir vom Kreis für den 23:26-Endstand sorgte.