17.09.2014 21:11 Uhr - 1. Bundesliga - dpa

Generalprobe geglückt, doch weitere Verletzte: HC Leipzig schlägt Trier

Katja Schülke - nach dem Staatsexamen auch im Tor mit starker LeistungKatja Schülke - nach dem Staatsexamen auch im Tor mit starker Leistung
Quelle: Sebastian Brauner
Die Handballerinnen des HC Leipzig haben am dritten Bundesliga-Spieltag ihren zweiten Sieg eingefahren. Am Mittwochabend bezwang das Team von Trainer Norman Rentsch die DJK/MJC Trier deutlich mit 36:26 (18:12) und feierte damit eine gelungene Generalprobe für die Champions-League-Qualifikation am Wochenende. Allerdings hat der HCL mit Kaya Diehl eine weitere Verletzte zu beklagen. Erfolgreichste Werferin vor 1.047 Zuschauern war Kapitän Karolina Kudlacz mit neun Treffern. Für Trier traf Katrin Schneider siebenmal.

Leipzig hatte einige Probleme in die Partie zu finden. Zwar konnte Luisa Schulze die erste Führung von Franziska Garcia-Almendaris noch ausgleichen, doch nach Treffern von Hannah Sattler, Celine Michielsen und Katrin Schneider stand nach vier Minuten dann ein 1:4 zu Buche. Schneider vergab von der Siebenmeterlinie sogar noch eine höhere Führung für die Gäste.

Zudem musste Leipzig einen weiteren personellen Rückschlag verkraften: Rechtsaußen Kaya Diehl verletzte sich beim Zusammenprall mit einer Gegenspielerin und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Sie soll sich eine schwere Verletzung am Kapsel-Bandapparat des Sprunggelenks zugezogen haben. Am Donnerstag soll eine MRT-Untersuchung genaueren Aufschluss geben.

Die Leipzigerinnen fanden in der Folge aber besser in die Begegnung. Auch dank der Paraden von Torhüterin Katja Schülke, die am Mittwochmorgen ihre Staatsexamensprüfung erfolgreich abgelegt hatte. Beim 6:6 konnte Isa-Sophie Rösike in der zehnten Minute für den Ausgleich sorgten und die gut aufgelegte Luisa Schulze warf den Favoriten wenig später dann das erste Mal in Vorlage.

Trier mühte sich darum den Anschluss zu halten, bis zum 14:11 gelang dies, in den letzten fünf Minuten des ersten Abschnitts setzte sich Leipzig dann aber ab. Einem Doppelschlag von Luisa Schulze ließ die glänzend aufspielende Karolina Kudlacz das 17:11 folgen - die erste Sechs-Tore-Führung. Mit diesem Abstand wurden dann auch die Seiten gewechselt: Schulze hatte einen Sattler-Treffer mit dem 18:12-Pausenstand beantwortet.

Die Weichen für den Leipziger Erfolg waren somit gestellt, spätestens als Maura Visser acht Minuten nach Wiederbeginn mit dem 24:14 für den ersten zweistelligen Abstand sorgte. Trier stemmte sich aber gegen das drohende Debakel und konnte nach dem zwischenzeitlichen 29:16 das Ergebnis durch fünf Treffer in Folge sogar wieder in den einstelligen Bereich verschieben. Leipzig antwortete seinerseits mit vier Treffern in Serie und steuerte am Ende einem 36:26-Erfolg entgegen, unter den die junge Nele Reimer mit der Sirene den Schlusspunkt setzte.