13.09.2014 22:45 Uhr - 1. Bundesliga - Stephanie Lapp

Spreefüxxe fordern THC eine Halbzeit lang

Dinah EckerleDinah Eckerle
Quelle: Mario Gentzel
In einem bis zur Halbzeitpause ausgeglichenen Spiel, in dem die Gastgeberinnen schon mit sieben Treffern in Führung lagen, besiegte der Thüringer HC die Damen der Füchse Berlin mit 31:22 (13:13). Überragende Akteurin der Partie war Nationalspielerin Nadja Nadgornaja, die 15-mal für die Thüringerinnen traf, erfolgreichste Werferinnen für die Spreefüxxe waren Anna Blödorn, Christine Beier und Alexandra Sviridenko mit je vier Treffern. Besonderen Anteil an der Wende im Spiel hatte U20-Nationaltorhüterin Dinah Eckerle, die unter anderem drei Strafwürfe abwehrte.

Die Spreefüxxe Berlin erzielten den ersten Treffer der Partie. Im Gegenzug scheiterte Svenja Huber von der Strafwurflinie an Julia Plöger im Tor der Berlinerinnen. Die Gastgeberinnen starteten die besser in die Partie und waren vor allem im Angriffspiel treffsicher. Ihre Abwehr stand stabil und sicher und bereitete den THC-Frauen größte Probleme. Beim Stand vom 5:3 zog Trainer Herbert Müller bereits in der elften Minute die Notbremse und bat seine Mädels zum Gespräch. Dieses brachte aber keine Besserung für das Spiel der Gäste.Berlin erhöhte über die Stationen 8:4 auf 12:5.

Die Abwehr des Deutschen Meisters war heute löchrig und bekam vor allem das Kreisspiel der Füxxe nicht in den Griff. Im Angriff verteilte man die Bälle reihenweise meterweit neben das Tor oder scheiterte an der starken Julia Plöger. Erst mit dem Wechsel im THC-Tor kam die Wende für die Thüringerinnen. Dinah Eckerle entschärfte gleich zwei Strafwürfe und zeigte eine gute Leistung. Im Angriff zeigte der THC sich jetzt treffsicher. Durch drei Treffer von Nadja Nadgornaja in Folge kam das Team von Trainer Herbert Müller auf 11:13 heran. Mit dem Pausenpfiff holte Kreisspielerin Danick Snelder einen Strafwurf heraus, den Nadja Nadgornaja zum nicht mehr für möglich gehaltenen 13:13 Ausgleich nutzte.

Der THC knüpfte nach der Halbzeit da an, wo man vor dem Wechsel aufgehört hatte und erzielte seine erste Führung mit dem 14:13 durch Nadja Nadgornaja von der Siebenmeterlinie. Die Thüringerinnen dominierten zwar jetzt das Spiel, konnten sich aber noch nicht entscheidend absetzen. Die Fehlerquote im Angriff blieb weiter hoch. Allerdings hatte sich die Abwehr jetzt stabilisiert und Dinah Eckerle glänzte weiter im THC-Gehäuse.

Im Angriff zeigte sich Nadja Nadgornaja in Topform. Die Rückraumspielerin hämmerte die Bälle aus der Distanz ohne Fehlwurf ins gegnerische Tor. Zum Ende der zweiten Hälfte konnte sich der Thüringer HC über die Stationen 24:19, 27:21 und 29:22 etwas absetzen. Trainer Herbert Müller probierte jetzt auch einige Spielvarianten. In den letzten Minuten blieb das THC-Tor leer - für Dinah Eckerle kam Kerstin Wohlbold als siebte Feldspielerin auf das Parkett - die Aktion zeigte Erfolg und war am Ende noch der i-Punkt auf eine kämpferische zweite Hälfte, die unerwartet mit dem 31:22 noch ein sehr deutliches Schlussresultat ermöglichte.

Stimmen zum Spiel:

Herbert Müller (THC): Ich danke der roten Wand. Wir haben die besten Fans der Liga. Die erste Halbzeit war eine Katastrophe. Allein 16 Fehlwürfe, kaum Zweikämpfe gewonnen. Berlin hat es Spaß gemacht zuzusehen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns gesteigert. Dinah Eckerle war ganz stark. Auch solche Spiele muss man gewinnen.

Lars Melzer (Berlin): Die erste Halbzeit war von uns stark. Es schaffen wohl wenige Mannschaften gegen den Deutschen Meister mit "7" zu führen. In der zweiten Halbzeit wurden wir dann von der THC-Lawine überrollt.