07.09.2014 17:38 Uhr - 1. Bundesliga - fcb

Göppinger Kantersieg gegen Trier: Van de Wiel zweistellig, Brugger verletzt sich

Morgen MRT-Untersuchung: Anja BruggerMorgen MRT-Untersuchung: Anja Brugger
Quelle: groundshots.de
Mit einer selbstbewussten, wenn auch nicht ganz fehlerfreien ersten Halbzeit eilte Frisch Auf Göppingen gegen die DJK/MJC Trier zu einer frühzeitigen Spielentscheidung. Über das 10:4 nach zehn Spielminuten sorgten sie bis zur 20:10-Halbzeitpause für einen zweistelligen Vorsprung. Trier zeigte sich über das gesamte Spiel hinweg deutlich schwächer als Göppingen und wirkte zeitweise indisponiert und musste nach 45 Minuten einen 31:16-Zwischenstand quittieren. Am Ende stand ein eindeutiges 39:21-Ergebnis. Für Göppingen ist der souveräne Auftaktsieg allerdings wegen der Verletzung von Anja Brugger mit einem Wermutstropfen verbunden.

10 Tore: Anouk van de Wiel10 Tore: Anouk van de Wiel
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Beide Teams verloren keine Zeit, die Frisch Auf Frauen und die DJK/MJC Trier traten anfangs beherzt und kämpferisch auf. Nach dem Auftakt-Treffer von Ania Rösler ließ Gäste-Rechtsaußen Judith Derbach dabei die Führung beim 1:2 aufseiten der Miezen wechseln. Aber Trier vergab nun einige Würfe oder scheiterte an Melanie Herrmann im Göppinger Tor und geriet dadurch in Rückstand. Nach vier Minuten holte Anouk van de Wiel die Göppinger Führung zurück, Beate Scheffknecht und Anika Leppert stellten auf 5:2. Göppingen schloss sehr platziert ab. Marlene Windischs Gegenstoß zum 8:3 zwang Trier nach sieben Minuten zu einer frühen Auszeit.

Trier war frühzeitig unter Druck. Celinie Michielsen fand nach der Auszeit auch nur kurzzeitig den Zugriff auf Anouk van de Wiel und Judith Derbach attackierte mehrmals erfolgreich gegen Beate Scheffknecht. Der 11:5-Treffer von Anika Leppert war für die Miezen dennoch nicht zu verhindern. Die 650 Zuschauer feuerten die Göppingerinnen derweil weiter lautstark an und bejubelten nach einer Viertelstunde den 13:6-Kontertreffer von Anja Brugger. Trier haderte derweil mit Problemen im Zusammenspiel. Der Vorsprung wuchs allerdings nicht, da Göppingen sich einige kleine Fehler im Spielaufbau leistete und dadurch nicht mehr ganz so sehr von der ordentlichen Abwehrleistung profitierte.

Dann büßte Göppingen nach einem schmerzhaften Foul von Franziska Garcia Almendaris Anja Brugger ein, die sich am Knie verletzte. Die Schwäbinnen stellten um. Nicole Dinkel kam aufs Feld, in der Abwehr ging Ania Rösler gegen Katrin Schneider in die Positionsabwehr. Den offensiven Part von Brugger auf dem rechten Flügel übernahmen im Wechsel Dinkel und van der Wiel. Trier konnte die Partie kurzzeitig offener gestalten und hatte nach Judith Derbachs 16:9-Treffer die Chance auf sechs zu verkürzen. Vier Minuten vor der Pause traf Lindsey Houben. Anouk van de Wiel ließ aber für Göppingen einen Hattrick zum 19:10 folgen. Bei der Sirene hieß es 20:10 für die Gastgeberinnen.

Unter den Augen des Nationalteams der Schweiz, das vor dem Testspiel in Bietigheim seine Zelte in Esslingen am Neckar aufgeschlagen hat, zeigte sich Göppingen danach weiter souverän. Van de Wiel erzielte beim 23:11 nach 33 Minuten bereits ihren siebten Treffer und Melanie Herrmann im Tor brillierte. Auch unter der Regie von Maxime Struijs, die Katrin Schneiter während einer Strafzeit vertrat, wussten die Miezen kaum zu überzeugen. Jessica Köckler kam dann für die glücklose Verena Flöck, ihr Einstand im Tor war jedoch, als sie beim 26:12 von Nicole Dinkel den Ball durch die Beine gesteckt bekam, ein ungünstiger. Ihre Vorderleute vergaben derweil weiterhin Chancen in Serie.

Nach 42 Spielminuten kam Göppingens 18-jährige Torhüterin Jessica Jochims zu ihrem Erstliga-Debüt. Sie fand genauso gut ins Spiel wie Iris Guberinic, die beim 31:16 bereits ihren vierten Treffer setzte. Binnen zehn Minuten gelangen Trier vier Treffer, Göppingen traf im selben Zeitraum sieben Mal. Einige Göppinger Fehler ließen die Moselanerinnen danach etwas Ergebniskosmetik betreiben. Garcia Almendaris und Houben verkürzten auf 35:21. Aleksandar Knezevic hatte Redebedarf. Trier konnte man zugutehalten, dass sie sich nicht aufgaben. Die gut eingespielt wirkenden Göppingerinnen, die alle Spielerinnen einsetzten, fuhren jedoch einen souveränen 39:21-Sieg ein.