14.04.2014 08:27 Uhr - DHB-Pokal - Braun, FHC

Ticket für DHB-Pokal gelöst: Frankfurter HC gewinnt Brandenburger Landespokal

Dietmar SchmidtDietmar Schmidt
Quelle: Heinz Zaunbrecher
Die Handball-Frauen des Frankfurter HC haben den HVB-Landespokal gewonnen und sich damit für die erste Runde des DHB-Pokals in der neuen Saison qualifiziert. Die Oderstädterinnen besiegten am Sonntag im Endspiel in der Potsdamer MBS-Arena Liga-Konkurrent SV 63 Brandenburg-West klar mit 27:16 (13:5). Vor annähernd 150 mitgereisten Anhängern waren Anja Scheidemann (6/1) und Kristina Domann (5/4) die erfolgreichsten Torschützinnen beim Sieger. Als beste Spielerin wurde Torhüterin Mandy Schneider geehrt.

Tags zuvor hatten die Frankfurterinnen in einem spannenden Halbfinale Titelverteidiger MTV Altlandsberg knapp mit 21:20 (10:8) aus dem Rennen geworfen. Bereits am Freitag hatte der Drittligist in einem Ligaspiel die TSG Wismar mit 26:25 bezwungen und damit den dritten Tabellenplatz gefestigt.

Dietmar Schmidt hatte im Pokalfinale seine Abwehr auf eine offensive 5:1-Variante mit Elisa Winkowski auf der Spitze umgestellt und Brandenburg damit von Beginn an Probleme in den Offensivbemühungen beschert. Nach einer von beiden Seiten fehlerbehafteten Anfangsphase übernahmen die Frankfurterinnen dann erwartungsgemäß die Initiative.

Zwei Treffer von Susann Linke nach guten Anspielen von Kristina Domann und ein energischer Einsatz von Chantal Bartholomé bescherten dem FHC nach einer guten Viertelstunde bereits eine 8:3-Führung. Basierend auf einer starken Deckung mit einer gut aufgelegten Mandy Schneider im Tor konnten sich die Schmidt-Schützlinge bis zur Pause bereits vorentscheidend auf 13:5 absetzen. Der Tabellenletzte der dritten Liga hatte wenig dagegen zu setzen und war bereits zum Seitenwechsel überfordert.

Bis auf 20:6 erhöhten die Oderstädterinnen ihren Vorsprung mit schnellen Gegenstößen nach der Halbzeit (43.), ehe sie im Bewusstsein des deutlichen Vorsprungs in ihrer Konzentration und Konsequenz ein wenig nachließen. Aber angesichts des dritten Spiels in drei Tagen und der Tatsache, dass der Sieg dem FHC nicht mehr zu nehmen war, hatten die Fans Nachsicht mit ihrem Team und feierten den verdienten Titel.

"Das Zusammenspiel der Abwehr mit der Torhüterin hat heute sehr gut funktioniert und Mandy Schneider ist auch zu Recht als beste Spielerin geehrt worden", erklärte FHC-Coach Dietmar Schmidt und fügte an: "Die Umstellung auf die 5:1-Deckung hat Brandenburg sicher überrascht. Die Mannschaft hat das dritte Spiel in drei Tagen körperlich gut weg gesteckt und konnte heute sogar noch einmal eine Schippe drauflegen. Mit dem Pokalsieg wollen wir in dieser schwierigen Saison dem Verein auch etwas zurückgeben und zeigen, dass wir mit den jungen Spielerinnen auf einem guten Weg sind. Das sollte uns für die Zukunft optimistisch stimmen."

Frankfurter HC:
Schneider, Wessely – Linke 4, Riedel 1, Groke 2, Scheidemann 6/1, Weier, Jäger 2, Dürrwald 3, Kucharski, L. Kelm, Batholomé 2, Winkowski 2, Domann 5/4, Trainer: Schmidt.

Siebenmeter: FHC 6/5, SV 5/3
Zeitstrafen: FHC 4, SV 7

Spielfilm:
1:1 (5.), 3:2 (10.), 7:3 (15.), 9:4 (20.), 11:4 (25.), 13:5 (HZ), 15:6 (35.), 19:6 (40.), 20:7 (45.), 23:10 (50.), 25:13 (55.), 27:16 (EN).