04.09.2006 02:17 Uhr - DHB-Pokal - Reiner Jäckle

Pflichtspiel-Auftakt nach Maß - Allensbach gewinnt in Albstadt

Für Trainer Oliver Lebherz war es eine gelungene Rückkehr nach AlbstadtFür Trainer Oliver Lebherz war es eine gelungene Rückkehr nach Albstadt
Quelle: Christoph Günther
Das erste Pflichtspiel der neuen Saison wurde bis Mitte der zweiten Hälfte die erwartet schwere Partie für den SV Allensbach. Bei den Gastgeberinnen spielte der komplette Zweitliga-Kader der vergangenen Saison. Vor allem für die Allensbacherin Lena Landenberger, die in Albstadt spielte, und SVA-Coach Oliver Lebherz, der bei der HSG schon Trainer war, war die Partie etwas ganz Besonderes. Am Ende stand für die favorisierten Gäste aber ein verdientes 29:23 (12:14) zu Buche.

Die Gastgeberinnen gingen hoch motiviert ins Spiel führten bis zur 18. Minute. Dann lagen die Gäste erstmals mit 7:6 in Führung. Doch Albstadt konterte. Die Chancenauswertung des SVA war im ersten Abschnitt nicht gut, wobei die Torhüterin der Gastgeberinnen, Daniela Plomer, glänzend hielt. Mit der 6:0-Deckung bekamen die Gäste zwar Kreisläuferin Silvia Lang in Griff, doch Tina Rapp traf aus dem Rückraum fast nach Belieben. Sie kam schließlich auf insgesamt zehn Treffer. Bei den Albstädterinnen lief es nahezu perfekt. In der 26. Minute stand es 14:10. Bis zum Seitenwechsel verkürzte der SVA bis auf 12:14.

Nach der Pause dann ein hochkonzentrierter SV Allensbach. Drei schnelle Tore sorgten für die Führung. Die offensivere Deckungsvariante zeigte Wirkung. Bis zum 18:17 für die Gäste blieb die HSG dran, dann aber zogen die Allensbacherinnen bis auf 23:17 davon. Zu diesem Zeitpunkt nutzte das Lebherz-Team den konditionellen Vorteil aus. Beim Stand von 28:21 wenige Minuten vor dem Ende war die Vorentscheidung gefallen. Bei den Gästen bekamen fast alle Spielerinnen noch Einsatzzeiten.

Für Landenberger war das Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Verein sehr erfolgreich, denn mit neun Treffern zeigte sie nach ihrer langwierigen und schweren Handverletzung, dass sie wieder zurück und für Allensbach eine Leistungsträgerin ist. Aber auch Laura Denk und Kira Eickhoff wussten mit jeweils fünf Treffern zu überzeugen. Der 29:23-Sieg war letztlich verdient, fiel vielleicht etwas zu hoch aus.

"Das war eine sehr gute Standortbestimmung unter Wettkampfbedingungen", lobte SVA-Manager Manfred Lüttin das Auftreten seines Teams. "Wir haben gezeigt, dass wir imstande sind, während des Spiels problemlos ein Spielsystem zu ändern." Genau das war auch die Vorgabe, die sich Trainer Oliver Lebherz gesetzt hat, damit die Allensbacherinnen in der zweiten Liga nicht mehr so einfach auszurechnen sind. "Lediglich die Anzahl der Zuschauer war maßlos enttäuschend", so Lüttin. Der letzte Test findet am kommenden Samstag um 17 Uhr in der Riesenbergsporthalle statt. Dort tritt der SVA gegen den heißen Regionalliga-Aufstiegskandidaten VfL Sindelfingen an.

SV Allensbach:
Teschner, Pfeifer
Jänisch, Landenberger (9/5), Gekeler (3), Pannach (4), Eickhoff (5), Egenhofer (1), Harter (1), Heinemann, Heimburger, Denk (5), Wohlbold (1), Lauterbach

Zuschauer: 90
Schiedsrichter: Schweizer / Vornehm