21.03.2014 21:35 Uhr - 1. Bundesliga - fcb

Göppingen dominiert Bensheim nach starkem Start

Göppingen, hier Kapitänin Karin Weigelt, war meist einen Schritt schnellerGöppingen, hier Kapitänin Karin Weigelt, war meist einen Schritt schneller
Quelle: groundshots.de
500 Zuschauer in der Göppinger EWS Arena verfolgten zunächst zwanzig Minuten, in denen die Frisch Auf Frauen mit einer starken Abwehr verhinderten, dass die HSG Bensheim/Auerbach ins Spiel kam. Hauptakteurin dieser Phase war Göppingens scheidende Torhüterin Jasmina Jankovic mit 11/1 Paraden. Nach dem 10:2 schlich sich aber der Schlendrian ins Spiel der Schwäbinnen. Erst kurz vor der Halbzeit-Sirene fanden sie nach sechs Gegentreffern der nun kampfstarken Gäste zurück in die Partie und erhöhten auf 15:8. Nach dem Wechsel lag Göppingen zeitweise mit elf Toren vorn. Beim 26:19-Endstand war es ein Start-Ziel-Sieg der Schwäbinnen, Jankovic parierte 20/1 Würfe.

Göppingen gelang dank Jasmina Jankovic ein guter Start gegen die HSG Bensheim/Auerbach. Als Maria Kiedrowski nach drei Minuten im Gegenstoß aus der dritten Etage das 2:0 erzielte, schienen die Gastgeberinnen früh im Fluss zu sein. Die gute Ausgangslage kam aber auch durch einige schwache Abschlüsse der Bergsträßlerinnen zustande, die versuchten, das Spieltempo der Grün-Weißen mitzugehen. Denn fehlerfrei agierte auch Göppingen keineswegs. Mehrere Angriffe verpufften, ehe das Stauferteam nach fünf Minuten wieder Sicherheit gewann und mit druckvollen Aktionen zu Treffern kam. Karin Weigelt vollendete einen der sehenswerten Angriffe zum 5:1.

Neben den Paraden von Jankovic machten besonders die Abpraller, die alle bei den Gastgeberinnen landeten, der HSG Bensheim/Auerbach das Leben schwer. Das Team um Ingrida Bartaseviciene benötigte nach zwölf Minuten beim Stand von 7:1 eine Auszeit. Dreimal nacheinander parierte Pauline Radke danach Würfe der Schwäbinnen, die Unterbrechung schien Göppingen ein wenig aus dem Konzept gebracht zu haben. Binnen fünf Minuten gelang der Oprea-Sieben nur ein Treffer. Bensheim traf aber auch nicht öfter, da Jankovic unter anderem einen Strafwurf abwehrte und der Ball mehrere Male vom Gehäuse abprallte. Zehn Paraden steuerte sie zur 9:2-Führung bei.

Schon nach 20 Minuten schien Göppingen daher auf der Siegerstraße zu sein. Doch Bensheim wehrte die frühe Vorentscheidung ab, kämpfte in der Abwehr jedoch sichtlich und konnte vor der Pause aufholen. Beim 11:4 wollte Vasile Oprea nicht mehr hinsehen und griff fünfeinhalb Minuten vor der Sirene zur grünen Karte. Der Göppinger Trainer verlangte mehr Konzentration. Besonders mit der über 20 Minuten starken Abwehr zeigte er sich nicht mehr einverstanden, aber Göppingen kassierte kurz darauf trotzdem drei weitere Gegentreffer zum 12:7. Doch in den beiden Schlussminuten drehte das Stauferteam nochmals auf. Mit der Sirene versenkte Maike Daniels das Spielgerät zum 15:8.

Nach dem Wechsel genügten den Frisch Auf Frauen wenige Glanzlichter, um die Partie im Griff zu behalten. Nicole Dinkel setzte sich nach 37 Minuten beim 19:11 elanvoll durch, und die sichere Schützin Karin Weigelt sorgte mit ihrem vierten Treffer nur Momente später beim 21:11 für die erste zweistellige Vorlage der Schwäbinnen. Bei Bensheim hatte inzwischen Martha Logdaniou von Annika Hermenau die Spielsteuerung übernommen. Sie und Antje Lauenroth waren die Bensheimer Torgarantinnen. Göppingen war dabei nach Zeitstrafen gegen Karolius und Weigelt längere Zeit zu viert auf dem Feld, doch die deutlich Führung hatte nach Scheffknechts sechstem Treffer beim 23:13 weiter Bestand.

Vasile Oprea nutzte den hohen Vorsprung und wechselte durch. Auch das Bensheimer Trainerteam hatte mittlerweile fast allen Spielerinnen Einsatzzeiten gegeben. Sandra Kleinjung und die 18-jährige Carina Edlbauer wurden in den letzten 15 Minuten ebenfalls eingewechselt. Bensheim blieb dabei, auch dank Lauenroths bissiger Aktionen, mit einer offensiven Deckung über sieben Minuten lang ohne Gegentreffer, ehe Zofia Fialekova das 24:15 erzielte. Zehn Minuten vor Schluss war dies die finale Spielentscheidung. Danach konnte Bensheim etwas Ergebniskorrektur betreiben. Beim 26:19-Endstand blieb Göppingen indes unter 20 Gegentreffern und fuhr den erwarteten Favoritensieg ein.