14.03.2014 21:28 Uhr - 1. Bundesliga - fcb

Göppingen weist Bietigheim souverän in die Schranken

"Alles richtig gemacht", Nicole Dinkel erhielt Lob von Trainer Vasile Oprea"Alles richtig gemacht", Nicole Dinkel erhielt Lob von Trainer Vasile Oprea
Quelle: groundshots.de
Diverse Göppinger Handballfans dürften sich geärgert haben, dass sie am Freitagabend nicht in die EWS Arena gepilgert waren. Denn die Frisch Auf Frauen zeigten vor 550 Zuschauern gegen die SG BBM Bietigheim ein großes Spiel und gaben mit ihrem konzentrierten und beherzten Auftritt über weite Strecken den Ton an. Nach dem 18:11-Pausenstand warf BBM-Trainer Bo Andersen alles in die Waagschale. Auch die Einwechslung von Ania Rösler verhinderte aber das 33:24-Ergebnis nicht. Eine starke Teamleistung überragten bei den Frisch Auf Frauen Dinkel und Scheffknecht mit 17 Treffern. Für die SG BBM Bietigheim war es ein gebrauchter Freitagabend, die Leistung stimmte nur teilweise.

Ohne Anika Leppert, dafür aber wieder mit Maike Daniels und Maria Kiedrowski, gingen die Frisch Auf Frauen ins Derby gegen die SG BBM Bietigheim. Über die Abwehr, die vor allem gegen Julia Behnke gefällig arbeitete und starke Offensivaktionen von Nicole Dinkel und Beate Scheffknecht gelang dem Stauferteam dabei ein guter Start. Bietigheim lief sich hingegen häufig fest und war kaum in der Lage Annamaria Ilyes in Wurfpositionen zu bugsieren. So stand nach sechs Minuten eine 4:2-Führung für die Grün-Weißen auf den Anzeigetafeln. Hatte Göppingen in den vergangenen Spielen den Erfolg im Angriff häufig vermisst, lief die Maschine heute von Beginn an rund.

Bietigheim musste zäh kämpfen um den Anschluss zu halten, kam dann aber über clevere Spielzüge zu Treffern. Behnke erzielte nach zehn Minuten den 5:5-Ausgleich. Die Führung blieb aber aufseiten der Gastgeberinnen, die einen verlorenen Ball zurück erkämpften. Jenny Karolius verwertete die sich bietende Torchance sehenswert mit einem Heber und setzte auch im folgenden Versuch einen hohen Wurf gegen die groß gewachsene Ann-Cathrin Giegerich, die bisher keinen Ball zu fassen bekam. Bietigheims Trainer nahm kurz darauf beim Stand von 5:7 eine Auszeit. Die schnellen Gegentreffer konnten dem Dänen nicht gefallen. Er verlangte mehr Konzentration. Die kleinen Fehler schmerzten.

Die polnische Nationaltorhüterin Anna Wysokinska rückte zwischen die Pfosten, auch sie brachte bei weiteren Würfen von Dinkel und Scheffknecht aber keinen Teil ihres Körpers gegen den Ball. Die Folge war ein 12:7 nach zwanzig Minuten. Bietigheim mangelte es vor allem an der Bewegung ohne Ball, daher hatten die Gäste weiterhin große Probleme gegen die bewegliche Göppinger Deckung. Früh beantragte Andersen daher die zweite Auszeit der Gäste. Kurzzeitig erinnerten sich die Gäste an die Spielzüge, die zum 5:5 geführt hatten und kamen durch Treffer der wurfstarken Covic und Ilyes auf 14:11 heran. Danach legte jedoch Göppingen den Schalter nach schwachen Würfen um. Zur Pause stand es 18:12.

Die zweite Halbzeit begann mit einer kritischen Situation für Göppingen. Karin Weigelt war mit einer Gegenspielerin zusammengeprallt und schien sich am Knie verletzt zu haben. Die Nationalspielerin der Schweiz konnte jedoch weiterspielen. Das Kräfteverhältnis blieb daraufhin unverändert, wobei Bietigheim nach der sehr schwachen ersten Halbzeit durch die eingewechselte Barbara Bagocsi etwas zulegen konnte und in der Abwehr besser stand. Nach 40 Minuten hieß es daher 24:17. Es war ein schnelleres Spiel geworden, ohne dass Bietigheim den Göppinger Sieg zu gefährden in der Lage war.

Simona Pilekova erhielt 17 Minuten vor Schluss die Aufgabe Nicole Dinkel aus dem Spiel zu nehmen. Abermals häuften sich nun ungenaue Aktionen bei den Frisch Auf Frauen, die Jasmina Jankovic mit einigen ihrer 13 Paraden ausbügeln konnte. Unter anderem wehrte sie einen Strafwurf von Ilyes ab. Dies war bereits ihre fünfte Parade im zweiten Durchgang. Im Gegenzug stellte Scheffknecht mit ihrem dritten Treffer in Serie auf 25:18. Die Einwechslung von Ania Rösler, die auch dreimal nacheinander traf, brachte den Gästen nichts mehr. Die spät eingewechselte Maike Daniels und Beate Scheffknecht mit ihren elf Treffern hielten die Grün-Weißen auf der Siegerstraße. Beim 33:24 war es ein überlegener Erfolg.