08.03.2014 17:17 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Leverkusen zum Auftakt der Meisterrunde gegen Oldenburg

Kim NaidzinaviciusKim Naidzinavicius
Quelle: Hermann Jack
Zehnmal werden die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg in dieser Saison noch antreten – und immer gegen starke Gegner. Morgen, am Sonntag (9.3.2014, 15 Uhr) ist der VfL zu seinem Auftakt in der Bundesliga-Meisterrunde der besten sechs Hauptrundenteams bei Bayer Leverkusen zu Gast.

Leverkusen gehört zu den Überfliegern der zweiten Hauptrunden-Hälfte. Seit Weihnachten verlor das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm bei vier Minuspunkten nur ein einziges Liga-Spiel – beim deutschen Meister und ungeschlagenen Spitzenreiter Thüringer HC. Zwei Wochen später warfen die „Elfen“ den selben Gegner in dessen Halle aus dem DHB-Pokalwettbewerb. In der Rückrundentabelle ist nur der THC besser.   

Die Bilanz des VfL gegen Leverkusen ist indes noch gut. Auswärts siegte Oldenburg am ersten Spieltag in der Smidt-Arena mit 33:25, im Rückspiel trennten sich die Teams unentschieden – 31:31. „Das ist eine Überraschungsmannschaft“, sagte Oldenburgs Halblinke Angie Geschke am Mittwoch im Videointerview. „Aber sie hatten jetzt Zeit, sich einzuspielen.“ Geschke kennt das Team, spielte bis September in dieser Saison für Leverkusen, wechselte aber dann zurück zum VfL. 

  Wichtig sei auch, so Geschke weiter, dass Haupttorschützin und Nationalspielerin Kim Naidzinavicius nach langer Verletzung wieder dabei ist. Beim Spiel in Oldenburg warf die 22-Jährige elf Tore. Einen Rückschlag erlebten die „Elfen“ am vergangenen Wochenende, als sie beim russischen Vertreter Astrachanotschka Astrachan beide Partien im Viertelfinale des EHF-Pokals verloren.   

In der Bundesliga erarbeitete sich Bayer 04 den dritten Platz und drei Punkte Vorsprung auf den Tabellenfünften VfL. Der könnte mit einem Sieg mit dem Buxtehuder SV gleichziehen. Buxte verlor am Mittwoch die vorgezogene Partie des ersten Meisterrunden-Spieltags mit 23:25 gegen Thüringen.   

Die Meisterrunde wird erstmals (und auch letztmals) ausgetragen. Alle Mannschaften der Hauptrunden-Ränge 1 bis 6 spielen bis Ende Mai jeweils zweimal gegeneinander. Punkte und Tore aus der Hauptrunde zählen auch für die Meisterrunde. Nach dem selben Verfahren wird die Abstiegsrunde der unteren Sechs ausgespielt. 

„Wir haben jetzt noch zehn hammerharte Spiele in der Meisterrunde, aber wir freuen uns darauf“, sagte Trainerin Heike Ahlgrimm, die mit ihrer Mannschaft den dritten Platz in der Tabelle auf jeden Fall festigen und behaupten möchte: „Dafür werden wir von der ersten bis zur letzten Minute kämpfen.“

Für die Elfen geht es in der Meisterrunde darum, sich erneut für den internationalen Wettbewerb zu qualifizieren und dem Topduo mit dem bereits enteilten Titelverteidiger Thüringer HC und dem HC Leipzig vielleicht noch ein bisschen dichter auf die Fersen zu rücken. Verzichten muss Heike Ahlgrimm am Sonntag auf die verletzten Anne Jochin (Daumen), Johanna Heldmann (Fuß) und Kristina Logvin (Knie).

Nach dem Spiel gegen den VfL Oldenburg müssen die Elfen in der Meisterrunde zunächst zweimal nacheinander auswärts antreten: Am 12. März (19.30 Uhr) beim Thüringer HC und am 22. März (16.00 Uhr) beim Buxtehuder SV. Das nächste Heimspiel findet am 6. April statt, wenn zur gewohnten Zeit um 16.00 Uhr der HC Leipzig in der Smidt-Arena zu Gast ist.