07.03.2014 12:47 Uhr - 1. Bundesliga - PM VL Koblenz/Weibern

Neue Spielmacherin für die Vulkan-Ladies

Kim BerndtKim Berndt
Quelle: HSG Blomberg-Lippe
Die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern haben einen weiteren Neuzugang unter Dach und Fach gebracht und sich eine Spielerin mit mehrjähriger Bundesligaerfahrung an Land gezogen. Mit Kim Berndt wechselt dabei eine weitere Akteurin vom Bundesligakonkurrenten HSG Blomberg/Lippe in das Rheinland, nachdem vor Saisonbeginn bereits die gebürtige Daunerin Caroline Thomas aus dem Lipperland in ihre Heimatregion zurückkehrte und auch die Isländerin Hildur Thorgeirsdóttir seinerzeit nach Koblenz fand.

Beide können sich nun darauf freuen mit Kim Berndt eine Teamkameradin zu bekommen, die als klassische Spielmacherin gilt und nicht nur Thomas am Kreis und Thorgeirsdóttir auf Rückraum-Rechts in Szene setzen soll. Die aus einer echten Handballerfamilie stammende Berndt (Mutter Andrea war gar die erste Trainerin von DHB-Nationalspieler Christian Schwarzer, Tante Sigrid selbst DHB-Nationalspielerin) verfügt trotz ihrer gerade einmal 23 Jahre über eine große Portion Bundesligaerfahrung. Bedingt auch dadurch, dass sie bereits im zarten Alter von 16 aus Lüneburg in das vorbildhafte Blomberger Handball-Jugendinternat wechselte.

VL-Trainer Christoph Barthel sagt über seinen künftigen Neuzugang: „Sie verfügt über eine gehörige Portion Spielintelligenz und agiert sehr mannschaftsdienlich. Ich bin mir sicher, sie wird sehr gut in unser Team passen.“ Auch VL-Geschäftsführer Manfred Sattler äußert sich über Berndt und den aktuellen Stand der Planung für die kommende Saison zufrieden. „Das Gros der Mannschaft wird zusammenbleiben. Zudem verstärken wir uns punktuell. Einen ganz großen Umbruch müssen wir diesmal nicht vollziehen, aber die Vulkan-Ladies-Fans können sich auf einige Neuzugänge und Verstärkungen freuen.“

Darunter nun Kim Berndt, die bereits seit vier Jahren im Blomberger Bundesligakader steht und nun nach acht Jahren bei der HSG eigenem Bekunden nach eine neue Herausforderung sucht. Die Lehramtsstudentin mit den Studienfächern Mathematik und Sport freut sich bereits auf ihre neue Aufgabe, wie sie uns gegenüber in einem kleinen Interview verriet.

Sie treffen in Koblenz gleich auf zwei ehemalige Mitspielerinnen. War das ein entscheidender Faktor für Sie, den Schritt ans Deutsche Eck zu machen?

Ich freue mich wirklich, dass ich nächstes Jahr mit Caro und Hildur zusammenspielen darf. Die Entscheidung für Koblenz hing aber nicht davon ab. Koblenz gibt mir die Möglichkeit das letzte Jahr meines Studiums gut mit Erstligahandball zu verbinden. Außerdem war es nach acht Jahren in Blomberg langsam Zeit für Veränderungen und dafür, mich neuen Herausforderungen zu stellen.

Eine Spielmacherin lebt vom "blinden" Verständnis mit ihren Nebenspielerinnen. Ist es auch da ein Vorteil mit Thomas und Thorgeirsdóttir bereits zwei Ex-Mitspielerinnen im Kader zu haben?

Dass ich mit den Caro drei- und Hildur zwei Jahre zusammen gespielt habe ist sicherlich kein Nachteil, ob es aber ein Vorteil auf dem Feld ist weiß ich nicht. Ich freu mich einfach auf das ganze Team und hoffe dass wir es in der Vorbereitung schaffen eine gut funktionierende Einheit zu werden. Dabei ist es unwichtig wie lange ich die beiden schon kenne, sondern viel wichtiger die anderen kennenzulernen.

Sie sind bereits mit 16 ins Jugendinternat der HSG gekommen. Wie intensiv war diese Zeit der Handballspezifischen Ausbildung?

Ich denke die Ausbildung war zwar intensiv aber nicht intensiver als anderswo. Ich meine es gehört nun mal viel Training dazu, Leistungssport betreiben zu wollen. Blomberg hat aber eine wirklich gute Jugendförderung, durch die ich die Doppelbelastung von Schule und intensivem Training wirklich gut bewältigen konnte. Es hat mir dabei gut getan, früh am Bundeligatraining teilnehmen zu können und in zwei Mannschaften spielen zu dürfen. So konnte ich stets viel Spielpraxis sammeln, was vor allem für den Sprung in die 1. Mannschaft von Vorteil war.

Was glauben Sie, wird mit den Vulkan-Ladies sportlich möglich sein?

Ich denke, das kann ich erst nach der Vorbereitung sagen, wenn ich die Mannschaft kennengelernt habe und wir auch als Team ein gemeinsames Ziel festgelegt haben. Also am besten fragen Sie dann nochmal nach.