17.02.2014 16:26 Uhr - 2. Bundesliga - Christoph Zimmer - Cellesche Zeitung

SVG Celle: Bogna Dybul und Frank Stresing verlängern Verträge

Bogna DybulBogna Dybul
Quelle: G. Kramp, SVG
Die guten Nachrichten gab es an diesem Samstagabend ausnahmsweise schon vor dem Spiel. Unter dem Beifall der knapp 800 Zuschauer verkündete Bernd Bühmann kurz vor Anpfiff die Vertragsverlängerungen von Linksaußenspielerin Bogna Dybul um ein Jahr bis zum 30. Juni 2015 und von Athletiktrainer Frank Stresing um zwei Jahre beim Zweitligisten über das Hallenmikrofon.

Hätte der Geschäftsführer des SVG Celle das Ergebnis des Heimspiels gegen Allensbach da schon gekannt, womöglich hätte er mit diesen feierlichen Nachrichten bis nach der Partie gewartet, um Mannschaft und Zuschauer des Tabellenführers nach dem bitteren Ausgleich in der Schlusssekunde zum 29:29 wieder ein bisschen aufzubauen.

Damit hat der Kader des SVG Celle für die nächste Saison weiter Struktur angenommen. „Es ist wichtig, dass wir diese Schlüsselposition frühzeitig besetzt haben“, sagte Trainer Christian Hungerecker mit Blick auf die weitere Zusammenarbeit mit der 23 Jahre alten Linksaußenspielerin.

Vor allem in der dramatischen Schlussphase gegen Allensbach, in der Dybul mit ihren drei Treffern die Hoffnungen auf einen Heimsieg am Leben hielt, zeigte sie, „welche extrem große Bedeutung sie mit ihrer Schnelligkeit, ihrer Nervenstärke und ihrem besonnenen Abschluss für uns hat“.

Für die Freundin von Fußballer Artur Sobiech, der bei Hannover 96 spielt, war die Vertragsverlängerung zwangsläufig. „Ich fühle mich in der Mannschaft sehr wohl. Wir haben ein tolles Umfeld und fantastische Zuschauer“, sagte Dybul. Ihren neuen Vertrag hat sie unabhängig von der Ligazugehörigkeit unterschrieben. „Aber ich hoffe, dass wir in der nächsten Saison in der Bundesliga spielen.“

Insgesamt ist eine Neuausrichtung der Personalpolitik beim Zweitligisten zu erkennen, wenn man von Dybul absieht. Die beiden Neuzugänge Raphaela Steffek und Turid Arndt erhielten jeweils Verträge bis zum 30. Juni 2016. Nadine Smit verlängerte ihren Vertrag ebenfalls um zwei Jahre. Hungerecker unterzeichnete bereits im Dezember ein Arbeitspapier bis 2016.

In der Vergangenheit gab es jedoch nur Einjahresverträge. „Davon wollen wir weg“, erklärte Bühmann im Hinblick auf die Kaderplanung. „Wir wollen langfristig planen. Nicht nur bei Spielerinnen und Trainern, sondern auch bei den Sponsoren.“ Das ist ein großer Unterschied zu seinem Vorgänger. „Wir wollen nicht in jeder Saison bei Null anfangen.“

Bühmann hofft, dass die nächsten Verträge in den kommenden Wochen vorliegen. „Ich gehe davon aus, dass es jetzt schnell geht“, sagte der Geschäftsführer. Er möchte nicht nur den aktuellen Kader halten, sondern noch ein oder zwei Planstellen unbesetzt lassen. „Wenn wir in die Bundesliga aufsteigen, werden wir diese hochklassig besetzen müssen.“