27.08.2006 05:22 Uhr - 1. Bundesliga - Sebastian Kayser

Dritter Kreuzbandriss bei Franziska Beck

Franziska Beck wird dem Spiel der Clubberinnen fehlenFranziska Beck wird dem Spiel der Clubberinnen fehlen
Quelle: FCN
Die Horror-Nachricht ereilte den 1. FC Nürnberg am späten Freitagabend. Außenspielerin Franziska Beck hat sich im Testspiel am Donnerstag in Weißenburg gegen HCM Roman (35:27) ihren dritten Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen. Das ergab die Kernspintomographie am Freitag. Mannschaftsarzt Dr. Udo Linde konnte das nur schwer glauben. "Aber es ist leider wahr, das vordere Kreuzband ist durch." Trainer Herbert Müller rang merklich um Fassung. "Ich habe drei Anläufe gebraucht, um vor die Mannschaft zu treten. Was diesem Mädel passiert, das kann ich nicht fassen und darüber kann ich auch nicht hinweg kommen."

Beck hatte sich bereits im März und Oktober 2004 zwei Kreuzbandrisse zugezogen, wobei letzterer erst im September 2005 operiert werden konnte. Danach war Beck auf dem besten Weg zu alter Form. "Sie hatte sich in die erste Sieben gespielt, war nicht mehr aus dem Stamm wegzudenken. Sie war defensiv wie offensiv eminent wichtig und stand für den neuen Jugendstil in der Mannschaft", so Müller. In einem intensiven Gespräch hat der Coach mit seinem Schützling darüber Einigkeit erzielt, dass Franziska es ein drittes Mal probiert, sich heranzukämpfen. Damit könnte sie in der Endphase der Saison noch zum Einsatz kommen. Ob nun ein weiterer Transfer getätigt wird, entscheidet sich in den nächsten Tagen.

Der Club ist damit wie noch nie vom Verletzungspech gebeutelt. Neben Beck fallen auch Stephanie Ofenböck (ebenfalls Kreuzbandriss) und Barbara Strass (Achillessehnenriss) bis Jahresende aus. Dazu stellte sich der Muskelfaserriss bei Sara Walzik als verkalkter Knorpel heraus, so dass sie zwei Wochen völliges Sportverbot hat und somit in den ersten Saisonspielen ebenfalls fehlt. Sie könnte in vier Wochen wieder im Kader stehen. Katrin Engel hat ihren Muskelfaserriss ebenfalls noch nicht kuriert und konnte zuletzt in den Tests ebenfalls nicht eingesetzt werden.

Nürnberg gewinnt auch letzten Test

Mit einem Rumpfteam hat der 1. FC Nürnberg am gestrigen Samstag auch den letzten Test gewonnen. Im Rahmen des Tages der offenen Tür gab es ein klares 33:20 (20:8) gegen den HCM Roman. Die Rumäninnen hatten erneut nicht den Hauch einer Chance. Nach dem 5:3 zog der Club auf 16:3 davon und erlaubte sich nur in der zweiten Halbzeit eine Schwächephase, als den Gästen vom 30:13 zum 30:19 sechs Treffer in Serie gelangen.

"Es ist zum jetzigen Zeitpunkt schwer, die Konzentration über 60 Minuten zu halten. Aber wir haben uns weiteres Selbstvertrauen geholt. In Göppingen müssen wir so auftreten, wie in der ersten Hälfte. Insgesamt haben wir zu viele Chancen versiebt, sonst wäre ein höheres Ergebnis drin gewesen", sagte Trainer Herbert Müller.

Nürnberg:
Gubova, Krause, Harlander;
Rohde (3), Iskenderoglu (9/5), Wohlbold (5), Simakova (5), Rösler (4); Tobiasz (3); Blacha (2), Dinis-Virtic (2)

Roman:
Buzila, G. Stoleru;
Tita (3), Mojoiu, Radulescu (3), Totir, Demeterca (9/3), Moldovan (4), C. Stoleru, Dudescu (1), Girju

Siebenmeter: 5/5 - 5/3
Strafminuten: 6 - 12



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