14.02.2014 08:08 Uhr - 1. Bundesliga - PM TuS Metzingen, red

Steuert Metzingen auch gegen Bensheim weiter Richtung Meisterrunde?

Was vor der Runde nur die größten Optimisten im Lager der TuS Metzingen geglaubt haben, könnte am Wochenende Wirklichkeit werden. In seiner erst zweiten Saison in der Ersten Handball-Bundesliga könnte sich die TuS Metzingen in der Meisterrunde mit den Top-Teams in Deutschland messen. Dafür muss aber mindestens ein Punkt gegen das Schlusslicht aus Bensheim eingefahren werden, wobei man sicher einen doppelten Punktegewinn anstrebt. Dass das nicht gerade leicht wird hat das Hinspiel gezeigt, als das Team von Alexander Job nur mit einem Tor (22:23) gewinnen konnte.

Dass man es als Neu-Aufsteiger in der Bundesliga nicht immer leicht hat, musste auch der Metzinger Gegner aus Bensheim erfahren. Mit gerade mal 4 Pluspunkten aus dem Heimsieg gegen Bietigheim und dem Erfolgserlebnis bei den Trierer Miezen bilden sie das Schlusslicht der Liga. Dabei hat die Mannschaft Potenzial, was man bei mehreren knappen Spielausgängen zu ihren Ungunsten sehen konnte.

Um in dieser Situation einen positiven Impuls zu setzen, wurde während der Runde Trainer Thorsten Schmid von seinen Aufgaben entbunden. Als Ersatz verpflichteten die Verantwortlichen mit Gordana Covic die ehemalige Co-Trainerin des Männeroberligisten HG Oftersheim/Schwetzingen. Insgesamt steht der 46-jährigen Kroatin eine recht gute Mischung aus Jugend und Erfahrung zur Verfügung. „Bensheim verteidigt sehr offensiv, was in der Bundesliga nicht oft vorkommt“, so Job. „Zudem verfügen die Flames mit Hildebrand und Bartaseviciene über einen starken Rückraum und sie sind auf den anderen Positionen sehr homogen besetzt“, ergänzt der Trainer.

Die TuS Metzingen steht auf den ersten Blick vor dem einfachsten Heimspiel der aktuellen Runde. Mit einem Erfolg gegen den Tabellenletzten kann man historisches Erreichen und zusammen mit den Großen der Liga um die Deutsche Meisterschaft und die europäischen Startplätze spielen. Doch die Spielerinnen um Mannschaftsführerin Patricia Stefani werden den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen. So will man mit einem guten Spiel bei den Fans für die deutliche Niederlage gegen Leverkusen wieder etwas gut machen.

Dass man durchaus noch gewinnen kann, hat mir bei einem gefühlten Heimspiel in Koblenz gesehen, als man mit 22:17 die Vulkan-Ladies besiegte. Am Samstag wird es aber wieder ein ganz anderes Spiel, denn wenn man auf die Tabelle schaut, kann man nur verlieren. Dies wollen die TusSies aber vermeiden und freuen sich auf eine volle Öschhalle, um im Erfolgsfall zusammen mit den vielen Fans zu feiern. Bis auf die Langzeitverletzten kann das Trainer-Gespann aus dem Vollen schöpfen.