18.01.2014 16:53 Uhr - 1. Bundesliga - hcl, red

Vor Duell mit Göppingen: Leipziger Personalsorgen entspannen sich

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Quelle: Sebastian Brauner
Gleich zweimal in den kommenden zehn Tagen duellieren sich Frisch Auf Göppingen und der HC Leipzig. Das erste Duell folgt in der Liga am morgigen Sonntag um 15 Uhr in der Leipziger Arena, am 27. Januar haben dann im DHB-Pokal im Kampf um einen Platz im Frauen Final4 die Württembergerinnen den Heimvorteil auf ihrer Seite.

Turbulente Tage liegen hinter beiden Teams. Während bei Göppingen Cheftrainer Aleksandar Knezevic den Chefposten bei den Männern übernahm und nun Vasile Oprea an der Seitenlinie agiert, haben die Sächsinnen sich in dieser Woche von Trainer Trainer Thomas Ørneborg und Frau Karolina Szwed- Ørneborg getrennt. Nach einer Ära von ausschließlich dänischen Trainern ist nun vorerst das Gespann von Handball-Legende Wieland Schmidt und dem 26-Jährigen Max Berthold in der Verantwortung.

„Es gibt noch keinen Grund in Euphorie zu verfallen, aber es war ein guter Schritt in die richtige Richtung, vor allem in der zweiten Halbzeit“, erklärte Max Berthold nach dem 31:17-Erfolg über die HSG Bensheim/Auerbach am Mittwoch. „Die Spielfreude und der Spaß am Handball waren teilweise schon wieder zu sehen. Aber klar kann man nach so kurzer Zeit noch keine Wunderdinge erwarten.“ Die Spielerinnen hätten „sehr gut mitgezogen, da war eine Menge Gutes dabei. Wir wollen und müssen uns jetzt von Spiel zu Spiel weiter steigern.“ Auch die Frisch Auf Frauen punkteten zuletzt deutlich gegen den Aufsteiger.

Im letzten Bundesligaspiel gegen Bensheim standen auf Grund der krankheits- und verletzungsbedingten Ausfälle mit Nicole Roth (18), Wiebke Detjen (17), Nicole Lederer (18), Nele Reimer (17), Luisa Sturm (17) und Joanna Rode (16) sechs Spielerinnen des Juniorteams und der Jugend-Bundesliga im Bundesligakader und alle machten ihre Sache sehr gut. "Auch wenn die Einsätze der Jugend-Spielerinnen eher der Notsituation geschuldet sind, zeigt es trotzdem, dass im Nachwuchs bei uns sehr gut gearbeitet wird. Marion Mendel und Max Berthold im Juniorteam oder auch die jeweils Trainer am Sportgymnasium wie Jochen Holz und Maik Nowak machen das wirklich hervorragend, die Spielerinnen haben allesamt eine sehr gute Mentalität und Einstellung. Wir sind uns sicher, dass wir noch sehr viel Freunde an unseren jungen Kadern haben werden. Es ist aber auch sensationell, wie die erfahrenen Spielerinnen die jungen integrieren und mitziehen, das macht schon viel Spaß da zuzuschauen." sagt Manager Kay-Sven Hähner.

„Göppingen am Sonntag wird ein ganz anderer Prüfstein als Bensheim, das ist uns allen klar. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir auch diese Herausforderung meistern werden“, meint Berthold, der mit Torfrau Melanie Hermann und Rückraumspielerin Saskia Lang auf zwei routinierte Kräfte im Kader zurückgreifen kann. Göppingen schmerzen die Verletzungen von Jenny Karolius und Alena Vojtiskova, die Stück für Stück wieder an ihr Niveau herankommt. „Ich bin froh, dass wir in Ruhe arbeiten können“, ist Trainer Vasile Oprea auch froh, dass Göppingen unter der Woche kein Spiel hatte. „Wenn wir ein leidenschaftliches Spiel wie in Thüringen schaffen, haben wir sehr gute Chancen.“