28.12.2013 21:06 Uhr - 1. Bundesliga - fcb

Göppingen wiederholt Heimsieg gegen Buxtehude bei Oprea-Debüt

Starkes Spiel: Maike Daniels mit 8/7 TreffernStarkes Spiel: Maike Daniels mit 8/7 Treffern
Quelle: groundshots.de
2250 Zuschauer bekamen in der EWS Arena nur phasenweise den erwarteten Schlagabtausch zwischen den Frisch Auf Frauen und dem Buxtehuder SV zu sehen. Beide Teams ließen einander anfangs kaum etwas zu, fast nur durch technische Fehler der jeweils anderen Sieben ergaben sich leichte Einwurfmöglichkeiten und Treffer. Vor der Pause übernahm dann Göppingen das Spiel und agierte über den 10:7-Halbzeitstand bis zum 19:12 nach einer Dreiviertelstunde exzellent. In der Schlussphase kamen die Buxtehuderinnen zu einer Ergebniskorrektur, die 20:23-Niederlage konnten sie aber nicht abwenden. Göppingen hat nach diesem Erfolg zehn Zähler, Buxtehude bleibt Dritter.

Göppingen und Buxtehude boten einander vom ersten Moment an einen beherzten Kampf. Dabei agierten die Gastgeberinnen schon anfangs eine Spur druckvoller und erkämpften sich in den ersten fünf Minuten drei Ballgewinne und zwei Strafwürfe. Allerdings agierten die Torleute gleichermaßen stark, nicht nur Jasmina Jankovic parierte in der frühen Phase zweimal, auch BSV-Keeperin Antje Lenz wehrte zwei Würfe ab. So blieb die Partie ausgeglichen – mit leichten Vorteilen für die Frisch Auf Frauen, die jedoch einige Chancen liegen ließen und nach zehn Minuten das 2:2 hinnehmen mussten. Buxtehude zeigte sich zäh und jagte immer wieder erfolgreich dem Ausgleich hinterher.

Der BSV kam zunächst nicht in Vorlage, da sich die Gäste sich drei Tage vor dem Jahresende in einigen Szenen unkonzentriert wirkten. Sie profitierten aber von einer weiterhin gut aufgelegten Antje Lenz, die ihr Team mit sehenswerten Paraden fast im Alleingang im Spiel hielt und zeitweise noch stärker parierte als ihr Gegenüber Jasmina Jankovic. Viele Abläufe beim BSV funktionierten nicht, doch im Nutzen von gegnerischen Fehlern waren die Gäste ebenso rigoros wie Göppingen. Als Friederike Gubernatis einen strittigen Strafwurf zum 4:5 verwandelte, lag Buxtehude in dem kampfbetonten Spiel nach 18 Minuten daher erstmals vorn. Ein flüchtiges Vergnügen für die Gäste.

Weitere technische Fehler kosteten den Buxtehuder SV rasch den Vorsprung. Karin Weigelt und Nicole Dinkel sorgten für eine 8:6-Führung der Grün-Weißen, die danach mit einer offensiven Abwehr auftrumpften. Auch Buxtehude versuchte es kurzzeitig mit einer offensiven Abwehr. Randy Bülau nahm Beate Scheffknecht kurz. Die Einzelaktionen der 32-Jährigen zeitigten jedoch kaum Erfolg, da Göppingen nun ein ausgezeichnetes Stellungsspiel zeigte: Die Grün-Weißen, bei denen Zofia Fialekova debütierte, kassierten in zwölf Minuten nur einen Treffer. Zur Pause lagen sie mit 10:7 vorn. Die ungeschickte Spielweise im Gegenstoß kostete dabei eine noch deutlichere Führung.

Nach Wiederanpfiff agierten die Niedersächsinnen aus dem Alten Land vor allem gegen Beate Scheffknecht agiler und strebten zudem danach, Maike Daniels abzuschirmen. Friederike Gubernatis konnte schließlich die elfminütige Torflaute der Gäste beenden. Vasile Oprea hatte derweil durchgewechselt und mit Jenny Karolius, Anja Brugger und Marlene Windisch frische Akteurinnen gebracht. Leun hielt indes größtenteils an seiner Sieben fest und büßte kurz darauf Friederike Gubernatis, die beste BSV-Akteurin wurde nach einem Foul an Beate Scheffknecht disqualifiziert, ein. Schneffknecht und Windisch erhöhten derweil auf 15:9. Doch es waren noch 22 Minuten zu spielen.

Kurz darauf wollte Dirk Leun nicht mehr hinsehen: Auszeit. Wiederum versuchte Buxtehude nun eine offensive Abwehr und Randy Bülau stellte sich Beate Scheffknecht in den Weg. Die Abwehr der Gäste verschob aber nicht ausreichend schnell, und das Angriffsspiel funktionierte ohnehin kaum. Ideenlos drohte Buxtehude einer neuerlichen Liga-Niederlage in Göppingen entgegen zu schwimmen, die diesmal wesentlich deutlicher auszufallen schien als beim 31:28 im April dieses Jahres.

Doch der BSV stemmte sich gegen ein Debakel. Mit großem Elan verkürzten sie nach dem 19:12 (51.) auf fünf Tore. Die Göppingerinnen schienen nervös zu werden, zumal Buxtehude in der Crunchtime von der Linie der Schiedsrichter zu profitieren schien. Beate Scheffknecht mit ihrem siebten Treffer und Jasmina Jankovic mit ihrer zwölften Parade sorgten viereinhalb Minuten vor Schluss 21:16 aber für ein wichtiges Polster. Und als Spielmacherin Maike Daniels mit einem fulminanten Wurf zum 22:17 netzte, war das Spiel drei Minuten vor Abpfiff entschieden. Dank einiger guter Aktionen konnten die Gäste den Rückstand bis zum Schlusspfiff nochmals auf 20:23 eindämmen. Der Sieg war Göppingen aber nach einem bemerkenswerten Auftritt, bei dem der Ausfall von Alena Vojtiskova (muskuläre Probleme) kompensiert wurde, nicht mehr zu nehmen.