15.12.2013 22:23 Uhr - Weltmeisterschaft - chs

Deutschlands Gegner steht fest: Dänemark wirft Europameister Montenegro raus

Louise Burgaard (li.) und Ann-Grete Nørgaard (mi.)Louise Burgaard (li.) und Ann-Grete Nørgaard (mi.)
Quelle: Michael Heuberger
Nachbarschaftsderby für Deutschland im Viertelfinale. Denn Dänemark hat sich in einer spannenden Partie knapp gegen Montenegro mit 22:21 (11:12) durchgesetzt. Louise Burgaard mit sechs und Ann-Grete Nørgaard mit fünf Treffern, die gemeinsam die letzten sechs dänischen Treffer erzielten, warfen den Europameister aus dem Turnier. Bei Montenegro traf Katarina Bulatovic siebenmal.

Beide Mannschaften agierten zu Beginn auf Augenhöhe. Während Montenegro auch durch seine aggressive, körperbetonte Abwehr und der Wurfkraft von Linkshänderin profitierte, antizipierten die Däninnen besser und spielte mit hohem Tempo nach vorne. Mehr als zwei Tore (3:1) konnte sich der Europameister in der gesamten ersten Halbzeit nicht absetzen, immer wieder erarbeitete sich Dänemark mit seiner Agilität Strafwürfe und glich aus. Mit einem knappen 12:11 wurden die Seiten gewechselt.

Im weiteren Verlauf der Partie konnte sich kein Team absetzen. Die beiden Torhüterinnen Cecilie Greve und Sonja Barjaktarovic rückten nun auch etwas mehr in den Vordergrund. Eine Parade von Greve sollte dann auch Dänemarks erste Führung der Partie durch Ann-Grete Nørgaard beim 17:16 (41.) ermöglichen. Und die Dänen legten dank ihrer Torfrau nach, verpassten es aber auf drei oder mehr Tore davonzuziehen und so glich Radicevic zwölf Minuten vor dem Ende wieder aus.

Die Partie ging nun in die in die alles entscheidende Phase, ein Sieger und damit der Gegner der deutschen Mannschaft war weiterhin nicht in Sicht. Die Nerven würden nun eine entscheidende Rolle spielen und die Deutsch-Dänin Jane Schumacher sollte inder Crunch-Time nicht nur Regie führen, sondern vor Burgaards 20:18 (53.) ein Offensivfoul Montenegros provozieren.

Der Europameister wankte, Dänemark verteilte die Belastung durch den vielfachen Spezialistenwechsel auf etwas breitere Schultern. Dragan Adzic bemühte hingegen noch einmal eine Auszeit, um sein Team auf die Schlussphase einzustellen. Und über ihre Deckung kam man noch einmal zurück, Milena Knezevic sollte die zweite Welle dann auch zum 20:20 (58.) abschließen.

Jetzt sah auch Pytlick noch einmal Redebedarf und mit einem satten Schlagwurf warf Burgaard die Dänen in Front, doch Andjela Bulatovic konterte postwendend. Den erneuten Führungstreffer durch Burgaard zwang Adzic dazu die letzte Grüne Karte am Kampfgericht abzugeben. Eine Minute blieb, doch der Europameister patzte zunächst im ersten Versuch.

Allerdings schlossen die Däninnen im Anschluss etwas zu überhastet ab und so blieben noch einmal 12 Sekunden auf der Uhr für den letzten Angriff. Einen kühlen Kopf hatten beide Seiten nicht mehr zu diesem Zeitpunkt der Partie. Dänemark stoppte die zweite Welle auf Kosten eines Konters, Montenegro führte diesen zwar schnell aus, doch der letzte Wurf von Katarina Bulatovic landete erst wenige Augenblicke nach der Schlusssirene im dänischen Netz.