13.12.2013 21:45 Uhr - Weltmeisterschaft - fcb

Gruppenerster mit voller Punktzahl: Norwegen bezwingt Polen

Norwegen und Polen lieferten sich zunächst ein Spiel auf Augenhöhe. Die Polinnen fielen aufgrund ihrer schwachen Chancenauswertung jedoch mit zunehmendem Spielverlauf zurück und taten sich nach dem 13:10-Halbzeitstand trotz einer achtminütigen Torflaute Norwegens zunehmend schwer. Da Norwegen viele Big Points ausließ, stand am Ende ein 23:18-Arbeitssieg, gleichbedeutend mit dem ersten Rang in der Gruppe C. Katrine Lunde parierte zwanzig Mal und wehrte 66 Prozent der gegnerischen Würfe ab. Auf polnischer Seite dürfte das knappe Ergebnis aufgrund des großen kämpferischen Einsatzes dennoch als Achtungserfolg gewertet werden. Polen qualifiziert sich als Dritter ebenfalls für die Achtelfinals.

Mit großer Entschlossenheit traten Norwegen und Polen, beide mit großer Routine gesegnet, im Spitzenspiel der Gruppe C gegeneinander an. Die bis dato ungeschlagenen Norwegerinnen sahen sich dabei mit anfänglichen Rückständen konfrontiert, vor allem Linn Jørum Sulland vergab einige gute Möglichkeiten. Über die Abwehr und brillanter Offensivaktionen Ida Alstads bekam das Team von Thorir Hergeirsson das Spiel aber vermeintlich in den Griff und lag nach elf Minuten mit 5:3 vorne.

Doch Norwegen vergab die Möglichkeit sich weiter abzusetzen und leistete sich in dieser kommoden Situation gegen eine beherzt attackierende polnische Mannschaft stattdessen technische Fehler, die Hergeirsson zu einer frühen Auszeit greifen ließen. Denn rasant war Polen über den Gegenstoß zurück auf Augenhöhe. Nun waren es die Polinnen, die in vielen Situationen beherzter agierten als die Norwegerinnen. Die Sieben von Kim Rasmussen kämpfte aber vergeblich um die Führung, da Norwegen immer wieder Heidi Løke in Szene setzte und auch Sulland stark aufgedreht hatte.

Norwegen schien individuell überlegen, vergab aber Big Points, wie Løke beim Gegenstoß zum möglichen 10:7, die sechs Minuten vor der Pause an der Bietigheimer Torfrau Anna Wysokinska scheiterte. Unter Druck schien Norwegen dennoch nicht zu geraten, denn das polnische Spiel über den Kreis misslang häufig. Auch das Stellungsspiel der Abwehr funktionierte bei Norwegen besser und Katrine Lunde parierte ebenfalls stark. So ergab sich in der Schlussminute der ersten Halbzeit die Chance zu einer 14:10-Führung. Norwegen konnte aber keine Wurfmöglichkeit mehr erzwingen.

Nach Wiederanpfiff blieb Norwegen sieben Minuten ohne Treffer, da Polen mit glänzender Beinarbeit dagegenhielt. Als Anja Edin nach 432 Sekunden traf, bestand der Drei-Tore-Vorsprung beim 15:12 aber weiter fort, denn die Weiß-Roten benötigten weiterhin zu viele Versuche für Zählbares. Auch eine 5:1-Abwehr nutzte Polen nicht viel, da Hergeirsson in einer Auszeit erfolgreich an die Disziplin seiner Sieben appellierte. Nach dem 18:14-Zwischenstand sorgten die finalen 18 Minuten für keine Veränderung mehr. Norwegen entschied das Spiel mit 23:18 für sich und ist Gruppensieger.