20.11.2013 22:01 Uhr - 1. Bundesliga - Ole Rosenbohm - VfL, red

"Göppingen war einfach besser": Oldenburg zieht den Kürzeren

Neun Treffer: Alena VojtiskovaNeun Treffer: Alena Vojtiskova
Quelle: groundshots.de
Nach drei Siegen in Folge haben die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg am heutigen Mittwochabend (20.11.2013) bei Frisch Auf Göppingen eine empfindliche 23:33 (11:16)-Niederlage kassiert. Der VfL rutschte dadurch am letzten Hinrundenspieltagmit 14:8 Zählern hinter den Buxtehuder SV auf den vierten Tabellenplatz ab. Frisch Auf machte zwei Plätze gut und ist nun Achter (8:14 Punkte).

„Göppingen hat heute dominiert und war einfach besser“, sagte VfL-Coach Leszek Krowicki nach der letztlich hohen Niederlage. „Wir haben uns mit unserem Spiel nicht durchsetzen können.“ Oldenburg rannte von der ersten Minute an einem Rückstand hinterher. Maike Daniels verwandelte nach 44 Sekunden einen Strafwurf zum 1:0, auf der anderen Seite scheiterte Anna Loerper aus sieben Metern. Es war erst ihr dritter verworfener Strafwurf in der laufenden Liga-Saison – im 45. Versuch.

Auch danach gelang dem VfL nur wenig. Über 7:2 (10.), 9:3 (12.) und 13:6 (23.) setzten sich die starken Gastgeberinnen um Ex-Oldenburgerin Alena Vojtiskova (vier Tore in erster Hälfte) und Beate Scheffknecht (fünf Tore) ab. Beide hatten am Ende je neun Treffer auf dem Konto.

Eine kurze gute Phase hatten die Gäste nach der Pause als Laura van der Heijden (31.) und Angie Geschke (32.) den VfL auf 13:16 heranbrachten. „Da hatten wir wieder Hoffnung“, sagte Krowicki. Aber drei erfolgreiche Angriffe in Folge ließen Göppingen ab der 39. Minute wieder davonziehen: 22:16 (41.). 15 Minuten vor dem Ende baute Scheffknecht den Vorsprung erstmals auf sieben Tore aus (25:18). Später schraubten Jenny Karolius, Marlene Windisch und Nicole Dinkel das Ergebnis gar auf 32:22 (56.) hoch. So wurde aus einer gar nicht so unerwarteten Niederlage – Göppingen gewann schon das dritte Mal im Kalenderjahr 2013 ein Heimspiel gegen den VfL – ein kleines Debakel.

Insgesamt fanden die Oldenburgerinnen in der Defensive keine Rezepte gegen den Göppinger Positionsangriff mit Vojtiskova, Scheffknecht und der ebenfalls starken Maike Daniels im Rückraum. Die offensive VfL-Deckung gewann zu selten Bälle in der Abwehr und konnte so kein Konterspiel aufziehen. „So blieb uns nur noch der Positionsangriff, aber auch da waren wir nicht besonders erfolgreich“, berichtete Krowicki.

Nach dem Ende der Hauptrunden-Hinrunde ist nun etwas über ein Drittel der laufenden Saison vorüber. Nach der Hauptrunde spielen die ersten sechs Teams um Meisterschaft und Europapokalplätze, die unteren sechs um den Klassenerhalt. Weiter geht es erst kurz nach Weihnachten. Zuvor findet vom 7. bis zum 22. Dezember in Serbien die nächste Weltmeisterschaft mit den Oldenburgerinnen Lois Abbingh und Laura van der Heijden (beide Niederlande) sowie Wiebke Kethorn, Angie Geschke und Anna Loerper (alle Deutschland) statt.

Der nächste VfL-Gegner ist am 28. Dezember um 16.30 Uhr in der EWE Arena Bayer Leverkusen. Göppingen empfängt drei Stunden später Buxtehude, das heute durch ein Tor elf Sekunden vor Schluss mit 26:25 bei der SG BBM Bietigheim gewann und so am VfL auf den dritten Platz vorbeizog.