15.11.2013 20:19 Uhr - EHF European League - fcb

Frisch Auf Frauen gegen harmlosen RK Prilep fast schon im Achtelfinale

Marlene Windisch zeigte mit Göppingen eine überzeugende VorstellungMarlene Windisch zeigte mit Göppingen eine überzeugende Vorstellung
Quelle: groundshots.de
Im Hinspiel am Freitagabend war RK Zito Prilep in der dritten Runde des EHF-Pokals bei den Frisch Auf Frauen chancenlos. Abgeklärt machte der Bundesligist das Spiel und setzte sich alsbald uneinholbar ab. Schon nach einer Viertelstunde war das Spiel entschieden. 450 Zuschauer verfolgten eine Göppinger Mannschaft, die die unerfahrenen Gäste aus Mazedonien nach Belieben dominierte und mit 38:8 (19:5) überdeutlich gewann. Das Rückspiel wird bereits morgen um 17 Uhr in Lenningen bei Kirchheim ausgetragen.

Die grundsolide Abwehr und Jasmina Jankovic zwischen den Pfosten waren die Schlüssel zu einem angenehmen Abend für Aleksandar Knezevic. Schon nach einer Viertelstunde war klar, dass die Frisch Auf Frauen ihren ersten Europapokal-Auftritt nach zwei Jahren Abstinenz auf keine große Hürde gestoßen waren. Über das 2:3 hinaus waren die mazedonischen Gäste aus Prilep nicht in der Lage, Göppingen Paroli zu bieten. Lediglich die 29-jährige Rückraumspielerin Tanja Shalevska konnte einige Akzente setzen, die Routinierin konnte aber auch nicht verhindern, dass sich Göppingen nach dem 7:4 mit einem 9:0-Lauf unnachahmlich und vorentscheidend absetzen konnte.

Fünf Minuten vor der Pause war das Hinspiel somit entschieden und auch der 19:5-Halbzeitstand zeugte von der drückenden Überlegenheit der Göppingerinnen. Die unerfahrenen Mazedonierinnen, sieben Spielerinnen von ihnen erst 19-jährig oder jünger, fanden kein Konzept und kamen vor allem nicht in Nahdistanz vor das Göppinger Tor. Ganz anders die Gastgeberinnen: Alle Feldspielerinnen hatten sich nach dreißig Minuten bereits in die Torschützenstatistik eingetragen. Kapitänin Karin Weigelt führte die Statistik als beste Werferin mit drei Treffern an. So ausgeglichen war die Leistung der Grün-Weißen am ungewohnten Freitagabend, am Ende eine harten Arbeitswoche.

In der zweiten Halbzeit änderte sich am Kräfteverhältnis nichts mehr. Prilep steckte zwar nicht auf und spielte weiterhin diszipliniert, die harmlosen Abschlüsse waren aber auch weiterhin leichte Beute für die Göppinger Abwehr. Der durchaus sichtbare Einsatz der Mazedonierinnen bedeutet aber auch, dass die zum Gegenstoß enteilte Marlene Windisch nur auf Kosten einen Strafwurfs vom 23:5 nach 35 Minuten abgehalten werden konnte, den sie Sekunden später selbst verwandelte. Aleksandar Knezevic hatte derweil im Tor gewechselt, in der zweiten Halbzeit stand die ebenfalls international erfahrene Dragica Tatalovic zwischen den Pfosten.

Der Vorsprung wuchs derweil weiter, denn Prilep blieb zwischen der 26. und der 42. Minute ohne Treffer. So betrug der Göppinger Vorsprung beim 25:5 sechs Minuten nach dem Wechsel erstmals zwanzig Tore. Eine Großchance beförderte Shalevska derweil nach 40 Minuten über das Tor. Wenig später konnte jedoch Marija Sefiramovska die 16-minütige Torflaute beim 29:6 beenden. Doch mehr kam nicht. Die im erweiterten WM-Kader stehende Jenny Karolius erzielte nach 47 Minuten den Treffer zum 33:7. Die Konsequenz, mit der Göppingen weiterhin agierte, Scheffknecht nahm mit Shalevska Prileps Beste über eine Positionsdeckung aus dem Spiel, musste die Gäste nachhaltig beeindrucken.

Beim 38:8 lagen erstmals dreißig Treffer Unterschied zwischen den Protagonistinnen, zugleich auch der Endstand, auch wenn noch dreieinhalb Minuten zu spielen waren. Nach der hoch konzentrierten und disziplinierten Leistung heute sollte im morgigen Rückspiel nichts mehr anbrennen. Nach den wechselhaften Vorstellungen der Vorwochen taten auch die stehenden Ovationen des Publikums dem Team gut. Im Achtelfinale steht nach zwei Siegen in der Vorwoche mit dem TSV Bayer 04 Leverkusen bereits der zweite deutsche Starter. Auch bei der Auslosung am kommenden Dienstag hofft man in Göppingen freilich wieder auf Losglück.