16.10.2013 21:27 Uhr - 1. Bundesliga - red, dpa

HC Leipzig weiter ohne Punktverlust - Hubinger und Müller verletzt

Anne Müller verletzte sich am KnieAnne Müller verletzte sich am Knie
Quelle: sportseye.de
Der HC Leipzig hat trotz schwerer Verletzungen von Anne Müller und Anne Hubinger seine weiße Weste in der Handball-Bundesliga der Frauen behalten. Im Spitzenspiel beim Buxtehuder SV, der auch mit Sina Ritter während der Partie einen Ausfall zu beklagen hatte, gewann der Spitzenreiter am Mittwoch mit 26:25 (16:13). Den entscheidenden Treffer markierte Susann Müller mit ihrem neunten Tor kurz vor der Schlusssirene. Freude aber kam beim HC Leipzig über den siebten Sieg im siebten Bundesliga-Spiel nicht auf.

Die deutschen Nationalspielerinnen Anne Müller und Anne Hubinger mussten während der Partie mit schweren Verletzungen vom Feld. Rückraumspielerin Hubinger erlitt einen Mittelhandbruch, Kreisläuferin Müller zog sich nach erster Diagnose einen Innenbandriss im Knie zu und soll sich an diesem Donnerstag einer MRT-Untersuchung unterziehen.

"Hoffen wir mal, dass es kein Kreuzbandriss ist", sagte Manager Kay-Sven Hähner. Beide fehlen damit auch in den beiden EM-Qualifikations-Partien am Mittwoch in Trier und Sonntag in Astrachan jeweils gegen Russland.

Bis kurz vor dem Anpfiff bangte der HC Leipzig noch um den Einsatz von Susann Müller. Die Linkshänderin hatte im Champions-League-Spiel gegen Krim Ljubljana noch einen Kopftreffer erlitten und war fraglich, doch nach dem Aufwärmen gab es das Grüne Licht. Und Müller war einerder Faktoren, die dem HCL die 16:13-Pausenführung ermöglichen sollten. Ob als Vollstreckerin aus dem Feld, nervenstark von der Siebenmeterlinie oder auch als Anspielerin - Müller prägte die Partie.

Buxtehude hielt in der Anfangsphase die Partie noch offen, Youngster Leonie Limberg konnte sogar den Führungstreffer zum 3:2 (7.) erzielen. Doch insgesamt hatten die Gäste mehr von der Partie, übernahm trotz des Ausfalls von Anne Müller durch einen Doppelschlag von Natalie Augsburg zum 3:5 (11.) die Kontrolle über die Partie und setzte sich dann zum Ende der ersten Hälfte auf drei Tore ab.

Über eine aggressive Abwehr mit Randy Bülau auf der Spitze konnte sich der BSV aber direkt nach dem Seitenwechsel mit einem 7:0-Lauf zum 20:17 (40.) die Führung zurückerobern. Der HCL Leipzig offenbarte Schwächen im Abschluss, leistete sich einige technische Fehler und verlor obendrein noch Hubinger (36.).

Erneut waren es Müller und Augsburg, die den HCL nach einer Auszeit zurück ins Spiel brachten. Es wurde nun ein echter Krimi, in dem die Führung hin und her wechselte und am Ende Susann Müller mit ihrem neunten Treffer den 26:25-Siegtreffer setzte. "Ich bin natürlich sehr enttäuscht, dass wir nach so einem Spiel mit leeren Händen dastehen", so BSV-Trainer Dirk Leun, der nach dem Spiel "einige Entscheidungen, mit denen ich selber nicht zufrieden bin, getroffen habe".